Hund: Junge (9) bettelt auf der Straße - herzergreifend, was er mit dem Geld vorhat

Hund: Ein neunjähriger Junge bettelt auf der Straße. Eine Frau wird für das Kind und seine Hündin zur Lebensretterin. (Symbolbild)
Hund: Ein neunjähriger Junge bettelt auf der Straße. Eine Frau wird für das Kind und seine Hündin zur Lebensretterin. (Symbolbild)
Foto: imago images / Cavan Images

Datteln. Es sind bewegende Szenen, die sich am 11. Juni in Datteln (NRW) abspielen. Ein 9-jähriger Junge mit einem Hund bettelt auf der Straße.

Sowohl das Kind als auch der Vierbeiner sind unterernährt. Das geschwächte Tier kann sogar kaum noch laufen. Und obwohl beide Hunger leiden, stellt der Junge seine Bedürfnisse hinten an – und bittet Passanten um Futter für seinen Hund.

Hund: Junge bettelt um Futter für seinen Vierbeiner

Eine Frau, die der Junge in seiner Verzweiflung anspricht, sollte sich als Retterin in der Not erweisen. „Der Hund stirbt, wenn er nichts zu essen bekommt“, sagte der Neunjährige zu ihr. Die besorgte Frau reagierte sofort höchst verantwortungsvoll: Sie nahm das Kind und den Hund mit zu sich nach Hause und verständigte die Feuerwehr. Auch die Polizei und der Notdienst des Jugendamtes werden alarmiert.

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Doch der Junge sorgt sich mehr um das Wohl seines Hundes als um sein eigenes. Schließlich nimmt die Dortmunder Tierschutzorganisation „Arche 90“ das Tier auf. Es handelt sich um eine Hündin. Einer Tierärztin zufolge hätte die „apathisch“ wirkende Vierbeinerin in einem Tierheim wohl nicht überlebt, so der WDR. Bei der ersten Untersuchung soll die Hündin gerade mal 16 Kilo gewogen haben.

„Arche 90“ berichtete auf Facebook von der dramatischen Geschichte. Die Aussagen des kleinen Jungen schocken: Er erzählt, dass die Hündin schwer durch Schläge und Tritte gegen den Kopf misshandelt wurden. Ihre einzige Futterquelle war das halbe Frühstück des Jungen, der stets mit ihr teilte. Doch der Mut des Jungen und das Mitgefühl der Passantin, die ihn mit zu sich nahm, haben wahrscheinlich das Leben der Vierbeinerin gerettet.

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So geht es dem Kind und der Hündin jetzt

In der Obhut der Pfleger von „Arche 90“ hat sich die Hündin offenbar sehr gut entwickelt. Sie sei sehr verschmust, liebe ihren Korb und fresse wie eine siebenköpfige Raupe, heißt es auf Facebook. Am Donnerstag vermeldete die Tierschutzorganisation zudem, dass die Hündin mittlerweile ganze 1,5 Kilo zugenommen habe und es ihr sehr gut gehe.

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Um den Jungen kümmert sich aktuell das Jugendamt. Nach WDR-Informationen sind sich die Verantwortlichen einig, dass der Neunjährige auf keinen Fall zu seiner Familie zurück darf. Die Stadt Datteln teilte dem Sender mit, dass der Junge erst seit einigen Tagen in der Stadt gemeldet war und dort auch nicht in die Schule gegangen sei. Genauere Angaben zur Vergangenheit des Neunjährigen machte die Stadt nicht. (at)