Ikea: Kunde will im Lockdown beim Möbelgiganten einkaufen – doch dann wird er sauer

Ikea: Die Erfolgsgeschichte des Möbelhauses

Die schwedische Möbelhauskette Ikea erfreut sich in Deutschland bei Kunden großer Beliebtheit. Immer mehr Möbelhäuser entstehen und die Umsätze wachsen. Ikea erzielte im abgeschlossene Geschäftsjahr 2020 in Deutschland einen Einzelhandelsumsatz von 5,325 Milliarden Euro.

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Seit fast einem Monat hat kein Ikea-Kunde das Möbelhaus mehr betreten. Grund: der Lockdown. Und das geht noch bis mindestens Ende Januar so weiter. Um nicht auf Produkte wie Billy, Hemnes und Co. verzichten zu müssen, kaufte ein Kunde online bei Ikea. Doch dabei wurde er richtig sauer.

Auf der Ikea-Facebookseite lässt der Kunde seiner Wut freien Lauf. Dafür bekommt er viel Zustimmung. „Ich bin kein Katalog- oder Internet-Möbelkäufer“, schreibt er. Doch wegen Corona ist er dazu gezwungen, online zu bestellen.

Ikea-Kunde will Click & Collect nutzen

Damit er zusätzlich zu den Kosten der Waren nicht noch die Liefergebühr bezahlen muss, will er per Click & Collect bestellen. Bei diesem Service können Ikea-Kunden bequem im Internet ihr Wunsch-Produkt aussuchen und in der nächsten Filiale an einem Service-Schalter abholen.

Seit dem 16. Dezember 2020 bieten viele Einzelhändler diesen Service an, zum Beispiel auch Saturn und Thalia.

Doch bei der Bestellung wird der Ikea-Kunde wütend. Denn der Möbelriese nimmt für diesen Service pauschal eine Gebühr von zehn Euro. Er fragt sich: „Weshalb erheben Sie in der Corona-Zeit eine Gebühr? Eine Pauschale zu zahlen, hält mich davon ab, bei Ikea zu kaufen. Dann lasse ich es lieber und warte, bis es wieder normal möglich ist.“

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Das ist Ikea:

  • 1943 in Schweden gegründet
  • Weltweit 433 Filialen
  • Verschiedene Franchisenehmer betreiben Ikea-Filiale in einzelnen Ländern
  • 211.000 Mitarbeiter weltweit
  • 38.8 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2018
  • Ikea Deutschland 5 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2018

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Der Kunde ist der Meinung, dass Ikea froh sein sollte, dass die Leute während des Lockdowns kaufen und die Ware auch noch selbst abholen wollen. „Da muss man diese Situation doch nicht noch ausnutzen und den Leuten zusätzlich Geld aus der Tasche ziehen.“

Unter dem Post pflichten einige Nutzer dem Ikea-Kunden bei. Einer schreibt: „Absolute Zustimmung.“ Eine andere Kundin sagt, dass viele Artikel auch gar nicht bei Click & Collect angeboten werden. Sie kauft jetzt woanders, wo auch der Versand gratis ist.

Ikea: Service gab es schon vor Corona

„Und wenn ich heute ein paar Boxen zur Aufbewahrung online bestellen will, wird der 03.02. als Liefertermin angegeben. Man kann also wirklich auf die Öffnung der Möbelhäuser warten“, berichtet eine Ikea-Kundin.

Ob die Geschäfte ab Februar wieder öffnen dürfen, bleibt abzuwarten, damit sich die Kunden die zehn Euro Gebühr sparen können.

Wir haben bei Ikea nachgefragt, warum das Unternehmen die Gebühr verlangt. Ikea teilt mit: „Bei der Click & Collect Gebühr handelt es sich um eine Servicepauschale, die Ikea erhebt, da unsere Mitarbeiter die Ware für die Kunden zusammenstellen und übergeben. Ikea Deutschland vertritt den Grundsatz, Preise stets transparent zu gestalten.“

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Daher werden laut Ikea die Dienstleistungen aller Art nicht in den Verkaufspreis eingerechnet, sondern separat ausgewiesen. „So können Kunden zu jedem Zeitpunkt für sich entscheiden, ob sie einen bestimmten Service in Anspruch nehmen möchten, oder nicht.“ Weiter empfiehlt das Möbelhaus den Kunden „bei Kleinartikeln während des Bestellvorgangs darauf zu achten, ob eine Lieferung per Paket möglich ist und welche Gebühr dafür im Einzelfall anfällt.“

Wichtig zu wissen: Click & Collect gab es bei Ikea schon lange vor Corona. Da hatte sich noch keiner groß über die Gebühr beschwert. Die Ikea-Kunden konnten jedoch auch einfach im Laden selbst ihre Produkte raussuchen und direkt mitnehmen. (ldi)

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