Sparkasse: Achtung, hier solltest du ganz genau aufpassen! Es könnte sonst sehr teuer für dich werden

Sparkasse. (Symbolbild)
Sparkasse. (Symbolbild)
Foto: imago images

Versteckte Kosten bei der Sparkasse? Kunden des Geldinstituts sollten jetzt zumindest gut aufpassen, denn es gibt eine Sache bei der Sparkasse, die sie nun richtig Geld kosten könnte.

Grund dafür sind die Minuszinsen der Bank. Sie sorgen dafür, dass die Sparkassen-Kunden bei hohen Summen sogar noch draufzahlen müssen.

Sparkasse: Vorsicht, sonst wird es teuer

Viele Sparkassen und Genossenschaftsbanken wälzen inzwischen Kosten auf ihre Kunden ab – und zwar in Form von Minuszinsen. Das Geld einfach wie früher aufs Sparbuch oder Sparkonto bringen und beim Wachsen zusehen? Diese Zeiten sind offenbar vorbei.

„Der Anteil der Banken in Deutschland, die ihre Kundeneinlagen im Durchschnitt negativ verzinsen, nahm 2020 weiter zu“, heißt es im am Montag veröffentlichten Monatsbericht der Deutschen Bundesbank.

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Das ist die Sparkasse:

  • Sparkassen-Finanzgruppe organisiert durch den Dachverband DSGV e.V. (Deutscher Sparkassen- und Giroverband): Verbund von Sparkassen, öffentlichen Versicherungen und sonstigen Finanzdienstleistern
  • Rund 385 Sparkassen
  • Mehr als 300.000 Mitarbeiter
  • 8.971 Zweigstellen und 380 Institute (2019)

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Bei Sichteinlagen von Privatkunden sei „ein bisher ungebrochener Aufwärtstrend erkennbar“, schreibt die Bundesbank. Negativzinsen auf Termineinlagen seien aber die Ausnahme.

Nur rund 1 Prozent der Institute aus einer Stichprobe von 212 Geldhäusern meldeten im Dezember 2020 demnach im Schnitt negative Zinsen auf Termineinlagen von Privatkunden. Festgeld und Co. seien im Durchschnitt weiterhin positiv verzinst.

Bei Sichteinlagen privater Haushalte lag der Anteil der Finanzhäuser, die im Schnitt negative Zinsen erheben, Ende vergangenen Jahres bei 42 Prozent. Wie viele Banken in Deutschland negative Einlagenzinsen eingeführt haben, geht aus der Stichprobe nicht hervor.

Sparkasse: Aus diesem Grund wird Geld haben teurer

Geschäftsbanken müssen aktuell 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der EZB parken. Auch wenn es inzwischen Freibeträge für bestimmte Summen gibt, bleibt dies für die Branche eine Milliardenbelastung.

Die Kosten geben immer mehr Geldhäuser ganz oder teilweise weiter und berechnen Kunden Negativzinsen, vor allem bei größeren Summen.

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Negative Zinsen für Unternehmen beschränken sich der Bundesbank zufolge nicht mehr auf bestimmte Bankengruppen, „sondern scheinen mittlerweile eine übliche Praxis zu sein.“

Von Privatkunden erheben demnach vor allem Sparkassen und Genossenschaftsbanken Minuszinsen. Kontoführungsgebühren, die zusätzlich oder stattdessen verlangt werden, sind nicht in der Statistik enthalten.

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Nach einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox erheben aktuell 237 Kreditinstitute Negativzinsen von Privatkunden, betroffen sind überwiegend Tagesgeld- und Girokonten.

Überwiegend Tagesgeld- und Girokonten von Negativzinsen betroffen

Den Angaben zufolge räumen 79 Geldhäuser ihren Kunden deutlich weniger als 100.000 Euro Freibetrag ein, davon berechnen 8 Institute bereits ab dem ersten Euro Negativzinsen.

Die Sparkasse fällt eben darunter. (vh/mit dpa)