Urlaub in der Türkei: Trotz Corona gibt es endlich Hoffnung! „Man merkt, dass...“

Für die Türkei gilt aktuell eine Reisewarnung. Doch wie lange noch?
Für die Türkei gilt aktuell eine Reisewarnung. Doch wie lange noch?
Foto: imago images / ZUMA Wire

Seit März gilt wegen der Corona-Pandemie eine allgemeine Reisewarnung für rund 160 Staaten – darunter auch die Türkei. Noch mindestens bis zum 31. August wird von einem Türkei-Urlaub abgeraten. Erst in der vergangenen Woche hatte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu (52) bei einem Besuch in Berlin gefordert, die Reisewarnung für sein Land neu überprüfen zu lassen.

Denn der Tourismus ist für die Türkei ein enorm wichtiger Wirtschaftszweig. Die Aussagen des CDU-Tourismus-Beauftragten Thomas Bareiß könnten potentiellen Türkei-Urlaubern allerdings wieder Hoffnung machen.

Urlaub in der Türkei: CDU-Politiker über Reisewarnung: „Wenn die Lage gut ist...“

Wenn es nach dem CDU-Politiker geht, stehen die Chancen gut für eine Aufhebung der Reisewarnung in die Türkei. „Wenn die Lage gut ist – und letzte Woche war die Lage gut – können wir relativ schnell die Öffnungen vorbereiten“, verkündete Bareiß am Montag bei ntv. „Insofern sind wir da mittendrin zu überlegen, was wir die nächsten Tage tun, um auch hier Reisen zu gewährleisten.“

Bei der Entscheidungsfindung komme es darauf an, wie niedrig die Corona-Infektionszahlen in der Türkei seien. Denn das dortige Gesundheitssystem müsse in der Lage sein, Urlaubern im Falle eines Covid-19-Ausbruchs eine sichere und gesunde Heimreise zu garantieren. Diesbezüglich habe es gute Gespräche mit dem türkischen Außenminister und dem Tourismusminister gegeben.

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Urlaub – So bewertet das Auswärtige Amt die Lage:

  • Grundsätzlich sind die Reisewarnungen aufgehoben für: alle EU-Mitgliedsstaaten, die Schengen-assoziierten Staaten, Großbritannien, Andorra, Moncao, San Marino und den Vatikanstaat. Doch das bedeutet noch nicht automatisch ein normales Tourismusgeschehen.
  • Finnland, Norwegen und Schweden können weiterhin Einreisen beschränken oder eine Quarantäne bei der Einreise anordnen.
  • Von Reisen nach Großbritannien, Irland und Malta rät das Auswärtige Amt ab.
  • Für alle anderen Länder gelten Reisewarnungen bis einschließlich 31. August 2020.

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++++++ Türkei-Urlaub: Reiseveranstalter trifft extreme Entscheidung – Urlauber bekommen ab Montag tatsächlich... +++

„Man merkt, da wird sicherlich auch viel gemacht, dass vor Ort gewährleistet ist, dass der Schutz da ist“, so Bareiß Einschätzung. Der 45-Jährige warnte davor, die Türkei nicht strenger zu beurteilen als andere mögliche Urlaubsziele: „Mit jedem Land müssen wir fair und gerecht umgehen.“

Hoffnung auch für andere Risikoländer?

Dürfen sich die rund 160 anderen Länder, für die aktuell noch eine Reisewarnung der Bundesregierung gilt, nun ebenfalls leise Hoffnungen machen? Thomas Bareiß bleibt vage: „Wenn ein Land sich entsprechend dadurch auszeichnet, dass die Infektionszahlen vor Ort recht niedrig sind und die Sicherheit für Reisende gewährleistet ist, dann kann man über ein Öffnen nachdenken. Aber das muss sehr, sehr vorsichtig passieren.“

Dass Spanien, Italien und Kroatien mit regionalen Corona-Maßnahmen auf Ausbrüche reagiert haben, befürwortet der CDU-Politiker. „Dort, wo Infektionszahlen nach oben gehen, müssen wir auch reagieren. Das heißt, dass dann auch Urlauberregionen wieder geschlossen werden, dass Maßnahmen eingeleitet werden.“

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Zudem spricht sich Bareiß für eine Aufrechterhaltung der Maskenpflicht im In- und Ausland aus, berichtet RTL. (at)