Aldi: Mutter serviert ihrem Kind ein Schoko-Dessert – als sie auf die Packung schaut, wird sie wütend

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

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Eine Mutter aus Australien hat ihrem Sohn (7) ein Stück von einem saftig aussehenden Aldi-Schokokuchen serviert.

Als „saftig“ stellte sich das Aldi-Dessert am Ende tatsächlich heraus – laut „7news“ jedoch aus einem Grund, der die Mutter äußerst wütend macht.

Aldi: Mutter serviert Schokokuchen, dann folgt der Schock

In gemütlicher Runde hatten Mutter und Sohn den Schokokuchen genießen wollen. Laut Verpackung bestand das „Millionaire Cocoa & Caramel Dessert“ aus einem Schoko-Biskuitteig mit Schokomousse und Salzkaramell-Sauce. Klingt für alle Naschkatzen verlockend!

Doch nach dem ersten Bissen kamen der Mutter Zweifel auf. Der Kuchen schmeckt doch nach Alkohol, bemerkte sie – und ein Blick auf das Kleingedruckte der Verpackung stellt klar: Hier wurde tatsächlich Alkohol verarbeitet.

„Und ich habe das versehentlich meinem 7-jährigen Sohn aufgetischt. Es sollte klar und deutlich zu sehen sein, dass dieses Dessert Alkohol enthält“, klagt die Australierin.

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Das ist Aldi:

  • Aldi Nord und Aldi Süd sind zwei separate Unternehmensgruppen
  • Aldi steht für Albrecht-Discount: 1913 machte sich Karl Albrecht in Essen als Brothändler selbstständig
  • 1962 wurde der Familienbetrieb zu einem reinen Discounter umfunktioniert und hat den heutigen Namen „Aldi“ gekriegt
  • Die Trennung in Nord und Süd erfolgte 1961
  • Mittlerweile zählt Aldi zu den zehn größten Einzelhandelsgruppen weltweit

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Aldi deklariert nicht den Alkohol auf dem Dessert – so sind die Regeln in Australien

Doch wie sieht das Ganze rechtlich aus? Zwar muss der Alkoholgehalt in Lebensmitteln in Australien tatsächlich angegeben werden – jedoch nur, wenn es sich um mehr als 1,15 Promille handelt. Das Dessert enthalte weniger, weshalb die genauen Daten nicht prominent auf der Verpackung vermerkt sein müssen, heißt es von Aldi.

„Wir bestätigen, dass diesem Dessert einen Spritzer Alkohol zugefügt wird – 2,0 Milliliter pro 100 Gramm, genau genommen“, rechnet der Discounter vor. Der Junge habe allerdings am Ende vermutlich weniger zu sich genommen. „Bis zum Ende der Haltbarkeit sind jedoch 15 bis 30 Prozent des Alkohols zusätzlich verdunstet.“

Zudem richte sich die Verpackung nicht explizit an Kinder, sondern an Erwachsene. Schließlich würden die bunten Farben fehlen.

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Die Antwort stellt die Mutter nicht zufrieden. „Ich sehe ein, dass das Produkt die Anforderungen erfüllt, aber nicht alle Eltern werden immer alle winzigen Details auf der Zutatenliste durchgehen“, meint sie – und fordert laut „7news“ einen deutlichen Hinweis auf den Alkohol auf der Verpackung.

Aldi: So müssen Lebensmittel in Deutschland auf ihren Alkoholgehalt gekennzeichnet werden

Doch wie ist die Sache mit dem Alkohol eigentlich bei Lebensmitteln in Deutschland geregelt? „Kommt Alkohol als Zutat in das Lebensmittel, steht er auf der Zutatenliste als Inhaltsstoff unter dem Begriff 'Alkohol' oder mit dem Namen des jeweils verwendeten alkoholischen Getränks wie beispielsweise Grand Marnier oder Weinbrand“, erklärt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

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„Geringe Mengen Alkohol, die zum Lösen und Konservieren von Fruchtauszügen und Aromen gebraucht wurden, müssen nicht auf dem Etikett erscheinen. Das gilt auch für zusammengesetzte alkoholische Zutaten, die weniger als 2 Prozent im Endprodukt vorhanden sind.“

Wer also sicher gehen will, jeglichen Alkohol aus seiner Ernährung zu verbannen, sollte bei einer Reihe Lebensmitteln ganz genau hinsehen. Versteckter Alkohol könne etwa in Speiseeis, Süßigkeiten, Konfitüren, Backwaren und Fertigprodukten enthalten sein. Weitere Infos erhältst du direkt beim Ministerium >>> (vh)