„3nach9“: Umstrittener Talk-Show-Gast äußert deutliche Worte – „Aus einem Wachsfiguren-Kabinett geklaut“

Dieter Nuhr ist zu Gast bei „3nach9“
Dieter Nuhr ist zu Gast bei „3nach9“
Foto: imago images/Future Image

Bremen. Am Freitag war es wieder soweit. Die beliebte Talkshow „3nach9“ von „Radio Bremen“ lief zur gewohnten Sendezeit und sorgte für Unterhaltung.

Diesmal begrüßten das Moderatorenpaar von „3nach9“, Judith Rakers und Giovanni di Lorenzo, unter anderem Stephan Weil, Dirk Rossmann und Dieter Nuhr. Nuhr hatte besonders zur US-Wahl einiges mitzuteilen.

„3nach9“: Nuhr über Wahlergebnis und den komischen Donald Trump

Eingeleitet wurde die Diskussion rund um das Wahlergebnis von di Lorenzo mit der Frage, warum 71 Millionen Amerikaner Donald Trump gewählt hätten. Dieter Nuhr antwortete dazu nur kurz: „Komiker sind sehr beliebt“. Außerdem sei er der Auffassung, dass das Wahlergebnis bestimmt eine Reflexion des Bildungsstandes der US-Amerikaner sei.

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Er persönlich sei zumindest „froh, dass er weg ist“. Vor allem aus Komiker-Sicht. Nach den ganzen „fake news“ und den kontroversen Twitter-Posts sei es für Komiker weltweit gar nicht mehr so leicht gewesen, noch Scherze über den noch US-Präsidenten zu finden. „Es ist wahnsinnig schwer, über einen Witz einen Witz zu machen“, so Nuhr.

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Das ist „3nach9“:

  • „3nach9“ ist die älteste laufende bundesdeutsche Fernseh-Talkshow
  • Die Sendung wird im Auftrag von Radio Bremen produziert
  • Sie läuft alle vier Wochen freitags von 22.00 bis 0.00 Uhr bei Radio Bremen TV
  • Das NDR Fernsehen, der HR und der RBB übertragen die Sendung ebenfalls
  • „3nach9“ wird seit 1989 von Giovanni di Lorenzo moderiert, seit 3. September 2010 gemeinsam mit Judith Rakers

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Auch wenn es ihm nicht mehr leicht fiel, über Trump Witze zu reißen, hat der US-Präsident aus Sicht von Dieter Nuhr trotzdem etwas Komisches an sich. Allein dessen Art sich zu bewegen und die Frisur seien laut Nuhr Grund genug, über ihn lachen zu können.

„3nach9“-Moderator: „Könnte das in Deutschland möglich sein?“

Dann lenkt Giovanni di Lorenzo die Diskussion in Richtung Deutschland. Er möchte von Dieter Nuhr wissen, ob er meint, dass jemand wie Trump auch in Deutschland möglich sei, obwohl 90 Prozent der Deutschen nichts vom US-Präsidenten hielten.

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Darauf reagiert Nuhr optimistisch: „Wir haben einen starken Reflex gegen solche Leute. Randgruppen sind bislang Randgruppen geblieben. Die AfD zerlegt sich zurzeit ja auch von selbst“, so der Komiker.

Joe Biden wird auch bei „3nach9“ diskutiert

Einen jungen Hoffnungsträger stelle sich Nuhr aber anders vor als den zukünftigen Präsidenten Biden. „Ich hoffe, dass beide noch leben, wenn es so weit ist“, stichelt er über das fortgeschrittene Alter des „President Elect“. „Ich hätte zuerst gedacht, dass man Biden aus einem Wachsfiguren-Kabinett geklaut hätte“.

Danach weist Nuhr darauf hin, dass Biden und Trump ja die Elite in Amerika darstellen und auserwählt wurden, um Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zu sein. „Wenn das DIE beiden sind, möchte ich den Rest gar nicht erst kennenlernen“.

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Am Ende pflichtet er aber noch einer Hypothese des Moderators bei. Dieser stellt die Möglichkeit vor, dass Joe Biden ja nur eine Art „Übergangslösung“ sei und alles gut werde, wenn denn dann die Vizepräsidentin Kamala Harris nachrücke.

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Dem stimmt Nuhr zu. Allerdings müsste sich dazu erst Joe Biden in den Ruhestand verabscheiden. (pag)