Aida kommt mit Nachricht, die den Fans überhaupt nicht schmecken wird – „Es ist denkbar“

Vorerst werden die Aida-Schiff nicht in See stechen können.
Vorerst werden die Aida-Schiff nicht in See stechen können.
Foto: imago images/Chris Emil Janßen

Kreuzfahrt-Fans haben es zurzeit nicht leicht. Immer mehr Reisen werden von den Kreuzfahrtanbieter abgesagt. So auch bei Aida. Die Flotte der Reederei steht seit März größtenteils still und nun verhandelt man mit dem Bund über ein großes Hilfspaket.

Nach Informationen von NDR hat die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises einen Antrag auf Staatshilfe aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds gestellt. Es geht um einen 400-Millionen-Euro-Kredit.

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Aida: Mittlerer dreistelliger Millionenverlust

Ein Großteil der Angestellten ist seit Monaten schon in Kurzarbeit und möglicherweise bleibt es auch im neuen Jahr dabei. Hoffnung auf Besserung ist nicht in Sicht. „Wir haben jeden Monat Umsatzausfälle in Höhe von 400 Millionen Euro“, sagte Aida-Chef Michael Thamm in der „Welt am Sonntag“ und führte anschließend fort: „Das können wir nicht durch Kostenreduktionen ausgleichen.“

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Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2019) besteht die Flotte aus 14 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg
  • Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge, Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

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Europas größter Kreuzfahrtanbieter Costa, zu dem auch Aida gehört, hat in den vergangenen Monaten einen mittleren dreistelligen Millionenverlust hinnehmen müssen. Was bedeutet das in Zukunft für die Kreuzfahrt-Fans?

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Aida: Preiserhöhungen für zukünftige Reisen

„Es ist denkbar, dass Kreuzfahrten zehn bis 15 Prozent teurer werden“, sagte Thamm im Hinblick auf mögliche Preiserhöhungen. Trotzdem würden die Fahrten der Marken Costa und Aida „erschwinglich bleiben“.

Der Aida-Chef rechnet damit, dass der Anbieter im Laufe des Jahres 2021 dann nach und nach alle Schiffe wieder im Dienst haben wird. Wenn möglich sogar schon im Frühjahr. Man werde „mit großer Trennschärfe versuchen“, infizierte Personen nicht an Bord zu lassen. Zudem möchte das Unternehmen dann auch versuchen, Buffets, Poolpartys und Diskotheken an Bord wieder anbieten zu können.

„Dramatische Ausfälle“

In Zukunft wird die Costa-Gruppe zudem vorerst keine weiteren Schiffe bestellen. Vier georderte Neubauten werde man wie geplant abnehmen.

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„Wir sind dann groß genug und werden in den kommenden zwei bis drei Jahren keine neue Schiffe bestellen“, sagte Thamm. „Dadurch wird es bei Werften und Zulieferern sicherlich zu dramatischen Ausfällen kommen“. (oa)

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