Aida: Krasse Ansage von Reederei-Chef – DANN sollen wieder alle Schiffe fahren

Die „Aida Blu“ in Warnemünde.
Die „Aida Blu“ in Warnemünde.
Foto: Sven Hoppe/dpa

Weiß dieser Mann mehr als wir alle? Der Vorstandsvorsitzende der Costa-Gruppe, zu der auch die Aida gehört, ließ jetzt in einem Interview mit mutigen Aussagen aufhorchen.

Fakt ist: Die Aida hinkt Konkurrenten wie „Mein Schiff“ deutlich hinterher. Immer wieder wurde der Neustart verschoben. Zum Beispiel, weil es keine Freigabe durch den Flaggenstaat Italien gab oder weil „trotz der sorgfältigen Vorbereitungen die Bedingungen für einen sicheren und verantwortungsvollen Neustart leider noch nicht gegeben sind“, wie es vom Unternehmen im September hieß, als die Infizierten-Zahlen wieder stiegen.

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Verständnis von Aida-Fans schwindet

Das gefällt nicht jedem Fan. Bei „Mein Schiff“ (Tui) klappe es doch auch, sagen die Menschen und wollen teilweise „fremdgehen“ (MOIN.DE berichtete). Aktuell stehen alle Schiffe der Aida noch still.

+++ Aida: Der nächste Versuch! Bald soll es mit Landgängen HIER hingehen +++

In der Tat gab es bei den Reisen von Tui in den letzten Wochen keine größeren Zwischenfälle. Ein kürzlicher Corona-Ausbruch stellte sich als Fehlalarm heraus. Das Unternehmen sagte, die Regeln und Prozesse würden gut greifen (MOIN.DE berichtete).

Die Aida will es der Konkurrenz nachmachen und ab Oktober wieder durch das Mittelmeer fahren. Am 17. des Monats soll die Wintersaison 2020/2021 eröffnet werden – mit Fahrten von Italien aus. Auch sollen dort Landgänge erlaubt sein, zum Beispiel in Rom.

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Daten und Fakten zu Aida:

  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2019) besteht die Flotte aus 14 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg
  • Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge, Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

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Die „Aida Mar“ soll im November zu den Kanaren fahren, die „Aida Prima“ im Dezember zu Orient-Reisen.

Aida: Aussage lässt aufhorchen

Der Vorstandsvorsitzende der Costa-Gruppe, Michael Thamm, ließ jetzt in einem Interview mit der „Ostsee-Zeitung“ mit der Aussage aufhorchen, dass die Welt die Pandemie besiegen werde und man im zweiten Halbjahr 2021 wieder dort sein werde, wo das Unternehmen 2019 gewesen sei.

Ob die Corona-Pandemie „besiegt wird“ und wann bzw. ob überhaupt jemals wieder so etwas wie Normalität eintritt, kann aber auch der Costa-Vorsitzende natürlich nicht wissen. Somit sind seine Aussagen eine ziemliche Ansage – und mutig.

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2019 war von den Passagierzahlen her mal wieder ein Rekordjahr für die Kreuzfahrt. Unternehmen wie Costa Crociere stellten neue Riesen-Schiffe wie die Costa Smeralda in den Dienst.

Aktuell fahren bei Costa zwei von 26 Schiffen. Der „Ostsee-Zeitung“ sagte Michael Thamm, dass man wolle, dass im April alle 26 Schiffe plus die neue Costa Firenze wieder fahren. „Und das wird auch so kommen“, meint er. (rg)