Aida-Kundin hat mit Problem zu kämpfen: „Weiß nicht, was ich machen soll“

Die Kreuzfahrtreederei Aida hat ihren Sitz in Rostock.
Die Kreuzfahrtreederei Aida hat ihren Sitz in Rostock.
Foto: imago images / Fotoagentur Nordlicht

Rostock. Wöchentlich, ja zuletzt täglich, verändern sich gerade die Reisebeschränkungen und Risikogebiete weltweit. Weil sich das Corona-Virus weiter ausbreitet und die Fallzahlen in vielen Ländern die Höhe gehen, nehmen auch die Einschränkungen wieder zu. Auch der Kreuzfahrtschiff-Gigant Aida verfolgt die Entwicklung des aktuellen Corona-Pandemiegeschehens und informiert seine Gäste über wichtige Veränderungen.

Bei Reisen, die nicht stattfinden können, stellt Aida nach eigenen Angaben Folgendes sicher: Entweder, können die betroffenen Reisenden umbuchen oder sie bekommen ein Reiseguthaben in Höhe der bisher an Aida geleisteten Zahlungen (plus 10 Prozent Bonus) gutgeschrieben. „Aida Versprechen“ nennt sich das.

Aida-Kulanz: Eine Ausnahme von der Regel?

Entgegen dieser doch sehr kulanten Regelung hat eine Aida-Kundin gerade ziemliche Probleme mit dem Reiseveranstalter.

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Nachdem ihre geplante Reise für November storniert wurde, erhielt die Betroffene direkt einen Code und konnte damit das Auszahlungsformular ausfüllen und versenden. So berichtet sie es in einer Facebook-Gruppe.

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Ab da beginnt ihre persönliche Odyssee: Gespräche mit diversen Mitarbeitern vom Kundenservice, die versicherten das Geld, sei bereits zurück überwiesen worden. Aber es war nichts da.

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Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2019) besteht die Flotte aus 14 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Aktuell bietet Aida bis Ende November wöchentlich eine siebentägige Reise nach „Bella Italia“ an

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Sie fragte bei ihrer Bank nach, was da los sei – die Antwort: Sie solle sich keine Märchen erzählen lassen.

Und nach erneuter Nachfrage beim Kundenservice teilte man ihr mit, dass das Anliegen an die Buchhaltung zur Klärung weitergeleitet werde.

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Bis heute hörte die Kundin ihrem Bericht zufolge aber nichts. Und Geld gab es auch nicht.

Weitere Beschwerden von Aida-Kunden kommen zum Vorschein

Die Betroffene richtete sich daher nun Hilfe suchend an eine Aida-Facebook-Gruppe: „Ich weiß nicht, was ich machen soll.“ Die Reaktionen fielen sehr unterschiedlich aus.

Eine Frau brachte beispielsweise die Idee, dass das Geld bereits woanders liegen könnte: „Ging das eventuell zurück auf die Kreditkarte? Das sah ich dann auch erst einige Woche später mit der Abrechnung“ Aber das hatte die Bank der Betroffenen ja verneint.

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Ein Mann wartet ebenfalls auf sein Geld – und will jetzt Konsequenzen ziehen: „Ich bin gewiss nicht pingelig, da ich dieses Jahr schon vier Reisen umgebucht habe. Jetzt läuft es auf eine Klage raus...“

Viele trösteten die Ratsuchende aber auch mit einem kurzem „Hab Geduld. Das klappt schon!“.

Eine andere Frau dagegen gab ihr Contra: Die Betroffene sei nicht die Einzige, die auf eine Rückerstattung warte. Sie solle ruhig bleiben.

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Wiederum ein anderer Kunde berichtete von der positiven Erfahrung, dass das Geld bereits nach kurzer Zeit da war: „Unsere Reise für Dezember wurde storniert. Das Geld war nach vier Wochen auf dem Konto.“

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Aida hat viel zu tun

Die Betroffene wird jedenfalls wohl weiterhin Geduld zeigen müssen. Aber es gibt immerhin Hoffnung: Viele Kommentare der Facebook-Gruppe deuten jedenfalls daraufhin, dass bei anderen Kunden die gewünschte Gutschrift am Ende doch noch ankam – auch wenn die Wartezeit durchschnittlich bei drei Monaten lag.

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Eins darf man nicht vergessen: Auch die Mitarbeiter in der Aida-Zentrale in Rostock erleben derzeit tagtäglich Stress pur. (pag)

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