Aida: Nach Hacker-Angriff – DAS war der Inhalt der Erpresser-Mail

Aida ist Opfer eines Hackerangriffs geworden.
Aida ist Opfer eines Hackerangriffs geworden.
Foto: imago images/Chris Emil Janßen

Als sie die Corona-Krise nicht schon hart genug, wurde Aida an Weihnachten von IT-Problemen heimgesucht und musste erneut Reisen absagen. Später entpuppten sich die technischen Schwierigkeiten als Hackerangriff (MOIN.DE berichtete).

Inzwischen sind neue Details ans Licht gekommen. So hat Anwalt kürzlich den Inhalt der Erpresser-Mail, die die Hacker an Aida gerichtet hatten, bekanntgegeben.

Aida: System läuft immer noch nicht einwandfrei

IT-Profis aus den Vereinigten Staaten sollen Aida helfen, die technischen Schwierigkeiten zu beseitigen und alle System wieder zum laufen zu bringen.

+++ Aida: Kunde ist stinksauer – „Es reicht mir“ +++

Neben den technischen Problemen erhielt Aida eine Erpresser-Mail, wie die „Ostsee-Zeitung“ berichtet.

Für gewöhnlich wird bei derartigen Hacker-Angriffen versucht, Geld herauszuschlagen. Das Kuriose an der Epresser-Mail im Falle Aida: Es wird gar keine konkrete Summe gefordert.

Aida: Schaden geht in die Millionen

Rostocker Oberstaatsanwalt Harald Nowack beschreibt das Schreiben lediglich so: „Eine E-Mail, in der Aida aufgefordert wird, mit den Absendern Kontakt aufzunehmen.“

Aida reagierte laut Oberstaatsanwalt auf diese „Forderung“ nicht.

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Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2019) besteht die Flotte aus 14 Schiffen
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg
  • Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge, Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

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Genug Ärger genug hatte die Reederei allein mit den Auswirkungen der Attacke. Der Schaden soll in die Millionen gehen.

Aida mobilisiert Expertenteam

Derzeit mobilisiert das Kreuzfahrt-Unternehmen ein spezielles Team in den USA, um wieder alle Systeme zum Laufen zu bekommen. Betroffen sei beispielsweise immer noch das Buchungssystem.

„Die Experten sind noch dabei, den Schaden zu beheben. Und noch immer wissen wir nicht, ob Daten aus dem Netzwerk der Reederei kopiert wurden“, teilt Nowack der „OZ“ mit.

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Auch zu den Tätern könne man noch keine genaueren Angaben machen: „Wir sind da dran.“ Es bleibt also spannend. Welche Probleme sich die richtigen Aida-Fans gerade in solchen Zeiten zurückwünschen, erfährst du übrigens >>> hier.

(pag)