Aida-Schiff ist endlich wieder unterwegs – doch am Tag der Abreise kam diese bittere Nachricht

Mit der „Aida Blu“ gehen erste Passagiere nach der langen Corona-Pause wieder auf Kreuzfahrt.
Mit der „Aida Blu“ gehen erste Passagiere nach der langen Corona-Pause wieder auf Kreuzfahrt.
Foto: imago images/Chris Emil Janßen

Es ist ein mehr als ungünstiger Zwischenfall für Aida. Nach monatelanger Corona-Pause ist die „Aida blu“ am Samstag zur ersten Kreuzfahrt aufgebrochen. Eine Woche fährt das Schiff entlang der italienischen Ostküste und nach Sizilien.

Doch ausgerechnet am Tag der Abreise kam eine Nachricht, die so einigen Aida-Urlaubern die Vorfreude auf die Tour verdorben hat.

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Aida zeigt erste Einblicke

Auf dem Instagram-Account zeigt Aida erste Einblicke zum Beginn der Reise: Kofferabgabe mit Sicherheitsabstand, Temperaturcheck und Hände desinfizieren vor dem Security-Check.

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„Die Crew von Aida Blu hat sich in den letzten Tagen und Wochen intensiv auf den Neustart vorbereitet“, sagt Kapitän Jens Janauscheck in einem kurzen Video.

Doch mit diesem unglücklichen Zufall hat wohl keiner gerechnet. Ausgerechnet jetzt hat das Robert-Koch-Institut zwei italienische Regionen, in denen die Aida anzulegen plant, zum Risikogebiet erklärt.

Aida soll in Risikogebieten anlegen

Betroffen sind Kampanien und Ligurien. Die Reisewarnung gilt ab dem 17. Oktober und fällt damit auf den selben Tag wie der Kreuzfahrt-Start!

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„Es ist mir ein Rätsel, wie Aida es fast schon totschweigen kann, dass die Blu ab morgen ein offizielles Covid-19-Risikogebiet fährt, für das eine Reisewarnung besteht“, schreibt ein Frau unter das Instagram-Video.

Corona-Tests an Bord der Aida

Die Reaktion des Konzerns: „Zum aktuellen Zeitpunkt erwarten wir diesbezüglich keine Einschränkungen.“ Außerdem bietet die Reederei allen Passagieren vor der Heimreise einen kostenlosen Corona-Test an.

Ein Service, der besonders Urlaubern zugutekommt, deren Heimatregion ein negatives Testergebnis zum Umgehen einer Quarantäne verlangt.

Nicht allen Aida-Urlaubern ist geholfen

„Nach heutigem Kenntnisstand wird es vor dem 8. November allerdings keine allgemeine Quarantänepflicht in Deutschland geben“, heißt es zudem von Seiten der Reederei auf Instagram.

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Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2019) besteht die Flotte aus 14 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg
  • Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge, Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

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Damit ist aber nicht allen Passagieren geholfen. „Keine allgemeine Quarantänepflicht, das mag sein“, antwortet die Frau und merkt an, dass jedoch in manchen Fällen arbeitsbedingt eine Quarantäne verhängt werden kann.

Aida-Fans sagen Reise ab

Und nicht nur sie ist betroffen. Auf Facebook berichtet eine weitere Urlauberin, dass sie die Tour Mitte November antreten wollte.

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„Aber nicht mit zwei Risikogebieten. Da muss ich nach der Reise in Quarantäne“, schreibt sie. Home Office sei in ihrem Beruf keine Option.

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„Wir wären morgen eigentlich auch dabei gewesen. Aber mit zwei Risikogebiet mussten wir heute leider (es ist uns nicht einfach gefallen) von der Reise Abstand nehmen!

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Für uns hätte das nach der Heimreise Quarantäne bedeutet“, schließt sich ein weiterer Kreuzfahrt-Fan an. So hatte sich Aida den Neustart sicher nicht vorgestellt... (lh)