Aida: Schock an Bord – Todesfall auf der „AidaBlu“!

Die „AidaBlu“ liegt derzeit im Hamburger Hafen vor Anker. An Bord herrscht Trauer.
Die „AidaBlu“ liegt derzeit im Hamburger Hafen vor Anker. An Bord herrscht Trauer.
Foto: Jürgen Ritter/Imago

Hamburg. Die Coronakrise ist für viele Branchen schwer. Die Kreuzfahrt-Reedereien, wie etwa die Aida-Flotte, trifft sie aber besonders hart. Und am härtesten die, die auf den dicken Pötten arbeiten müssen, oder vielmehr mussten. Denn viele Crew-Mitglieder hängen derzeit in fremden Häfen fest und warten seit Wochen darauf, nach Hause zu ihren Familien zu können.

Auf der „Mein Schiff 3“, die vor Cuxhaven liegt, kam es deshalb schon zu tumultartigen Szenen. Die Aida hat nun ein ganz anderes, viel traurigeres Drama zu verzeichnen. An Bord der „AidaBlu“ starb ein Mitarbeiter.

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Aida: Trauriger Tod eines Crewmitglieds

Wie das Kreuzfahrt-Portal „Crew Center“ berichtet, das für seinen guten Kontakt zum Bordpersonal der verschiedenen Reedereien bekannt ist, starb auf dem Kreuzfahrt-Liner ein Küchenhelfer. Der Mann sei noch sehr jung gewesen und stamme von den Philippinen.

Die „AidaBlu“ liegt zurzeit am Hafen in Hamburg. Der Todesfall stehe in keinem Zusammenhang zum Coronavirus, heißt es.

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Aida bestätigte den Todesfall gegenüber MOIN.DE: „Wir bedauern den tragischen Vorfall und trauern um unseren Kollegen. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl sind bei den Angehörigen und Freunden.“

Der Tote wurde laut Bericht von einem Kollegen in seiner Kabine gefunden. Offenbar habe es sich um einen Suizid gehandelt, doch eine Bestätigung von Aida gibt es dazu nicht.

Aida soll sich gut um Crewmitglieder kümmern

Generell hätten sich viele Crew-Mitglieder bisher positiv über das Vorgehen der Reederei in der Corona-Krise geäußert, schreibt „Crew Center“. Man gehe offen und fürsorglich mit der Besatzung um. Auch der tragische Todesfall im Hamburger Hafen sei sensibel behandelt worden.

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Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR, hervor
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2019) besteht die Flotte aus 14 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg

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Ein Priester von den Philippinen habe eine Andacht für den Verstorbenen gehalten. Zudem konnten die Freunde des Mannes noch einmal einzeln Abschied von ihm nehmen. (wt)

>>Anmerkung der Redaktion<<

Zum Schutz der betroffenen Familien berichten wir normalerweise nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Wer unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leidet oder jemanden kennt, der daran leidet, kann sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.