Aida: Verbraucherzentrale mit wichtigem Hinweis für Kreuzfahrt-Gäste – „Aufwand und Ärger“

Kontakt mit der Aida-Zentrale? Das gestaltet sich gerade schwierig.
Kontakt mit der Aida-Zentrale? Das gestaltet sich gerade schwierig.
Foto: imago images/Fotoagentur Nordlicht

Es ist nervenaufreibende Situation für Aida-Reisende: Seit Weihnachten hat die Reederei mit massiven IT-Problemen zu kämpfen, zwei Reisen mussten deshalb sogar abgesagt werden (MOIN.DE berichtete).

Aida ist seitdem weder telefonisch noch per Mail zu erreichen. Urlauber, die die abgesagten Touren gebucht hatten, machen sich Sorgen um die Rückerstattung – und um ihre Daten.

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Aida-Kunden sind verunsichert

Selbst per Post ist aktuell keine Kommunikation mit Aida möglich. Stephan Tietz von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern erzählt von einem Vorfall, bei dem ein Kunde ein Einschreiben an das Unternehmen mit der Notiz „nicht zustellbar“ zurückerhalten hat.

Verunsicherte Kunden, die keinen Kontakt zu Aida aufnehmen können, haben sich in letzter Zeit vermehrt an die Verbraucherzentrale gewendet, wie Stephan Tietz der „Ostsee-Zeitung“ berichtet.

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Doch der Berater kann die Kreuzfahrt-Fans beruhigen. Selbst wenn Bankdaten „abgesaugt“ worden sein sollten, hätten Kunden wenig zu befürchten.

Aida-Kunden könnten Geld zurückbuchen

Zwar könnten mögliche Hacker mit den Bankdaten über ein Lastschriftverfahren Geld abbuchen, die Kunden hätten jedoch ein Jahr Zeit, die Beträge zurückzubuchen.

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Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2019) besteht die Flotte aus 14 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg
  • Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge, Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

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Der Experte hat einen wichtigen Hinweis: einmal monatlich die Kontobewegungen prüfen. Etwas schwieriger wird es, wenn die Bankdaten und die Identität des Kunden für Einkäufe im Internet verwendet werden.

Aida: „Aufwand und Ärger“

Dann tauchen plötzlich Abbuchungen für Artikel auf, die man nie bestellt hat – eine weit verbreitete Betrugsmasche. Im Schnitt laufen 50 solche Fälle pro Monat bei der Verbraucherzentrale ein.

Auch in solchen Fällen bekommen Betroffene das Geld fast immer zurück. „Damit ist allerdings Aufwand und Ärger verbunden“, sagt Tietz der „Ostsee-Zeitung“.

Kein Hinweis auf Datenleck bei Aida

Stephan Tietz kann den Kunden eine weitere Sorge nehmen: Wenn durch die IT-Probleme Daten verloren gehen sollten, können die Urlauber weiterhin die Rückerstattung geltend machen. Die Reisetickets und die Zahlungsbelege reichen nämlich aus.

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Außerdem gibt es laut der Rostocker Staatsanwaltschaft noch keinerlei Hinweise auf ein mögliches Datenleck – kein Grund zur Beunruhigung also für die Urlauber. (lh)