Aldi in Schleswig-Holstein: Discounter droht mit dieser drastischen Maßnahme, Menschen sind fassungslos – „Ungeheuerlich“

Aldi: So wurde aus einem kleinen Laden ein Discounter-Riese
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Diese Ankündigung hat die Mitarbeiter eines Aldi in Schleswig-Holstein fassungslos gemacht.

Denn der Discounter Aldi hat Horst (Schleswig-Holstein) mit einer drastischen Maßnahme für großes Aufsehen gesorgt.

Aldi in Schleswig-Holstein: Discounter mit drastischer Maßnahme

Aldi Nord möchte sein Zentrallager in Horst zum Jahresende schließen. Das Unternehmen will die Logistik im Norden Hamburgs und in Schleswig-Holstein neu ordnen, heißt es in einer Pressemitteilung auf Anfrage von MOIN.DE.

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„Im Versorgungsgebiet von Horst wird es weiterhin 77 Filialen von Aldi Nord geben, sodass sich für die Kunden nichts ändert“, sagt Florian Scholbeck, Managing Director Communications bei Aldi Nord.

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Das ist Aldi:

  • Aldi steht für Albrecht Diskont und bezeichnet die beiden Discounter Aldi Nord und Aldi Süd
  • Gegründet wurde Albrecht Diskont 1913
  • Seit 1961 teilt sich das Unternehmen in Aldi Nord und Süd
  • Aldi zählt zu den zehn größten Einzelhandelsgruppen weltweit

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Doch für die rund 200 Mitarbeiter im Logistikzentrum wird es Änderungen geben. „Die Schließung betrifft somit die Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung und der Logistik“, sagt Scholbeck. Matthias Baumgart, Landesfachbereichsleiter Handel bei der Gewerkschaft Verdi, ist besorgt um die Beschäftigten: „Die stehen jetzt vor einer ungewissen Zukunft“.

Aldi in Schleswig-Holstein: Nächster schwerer Schlag für die Region

Der Gewerkschaftsfunktionär sagte der „Sylter Rundschau“ (SHZ), dass es auch andere Lösungen gegeben hätte. „Jetzt ist die Entscheidung gefallen, es gibt kein Zurück mehr und 200 Jobs sind akut bedroht.”

„Das trifft den Bereich mitten ins Herz.” Und es hingen letztlich 200 persönliche, menschliche Schicksale daran, so Baumgart. Für Verdi sei es „ungeheuerlich”, was die Unternehmensgruppe dort vorhabe.

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Aldi in Schleswig-Holstein: „Tritt in den Hintern für die Mitarbeiter“

„Das ist ein Tritt in den Hintern für die Mitarbeiter, die zum Teil jahrelang für das Unternehmen tätig waren.” Für viele sei es schwierig, eine vergleichbare neue Arbeit zu finden, erklärt der Verdi-Fachbereichsleiter.

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Zumal Aldi noch tarifgebunden ist: „Das ist nicht unbedingt üblich im Einzelhandel”, sagt Baumgart dem „SHZ“.

Aldi in Schleswig-Holstein: Discounter verhandelt mit Betriebsrat

Für die Gewerkschaft gelte es jetzt, den Prozess und vor allem die Arbeiter und Angestellten so gut es geht zu unterstützen. „Wir begleiten die Mitarbeiter und den Betriebsrat mit externem Sachverstand und Rechtsbeistand”, verspricht Matthias Baumgart, der in engem Kontakt zum Aldi-Betriebsrat steht.

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Gegenüber MOIN.DE betont der Discounter: „Alle Mitarbeiter der Regionalgesellschaft haben die Option, sich in einer anderen Aldi Regionalgesellschaft um einen Job zu bewerben. Darüber hinaus steht Aldi Nord natürlich zu seiner sozialen Verantwortung und wird mit dem Betriebsrat einen Sozialplan verhandeln“. (oa)