MV: Aussage von Friedrich Merz haut junge Politikerin um! „Jetzt sind Sie sprachlos“

Nora Zabel, CDU-Mitglied aus Mecklenburg-Vorpommern, hat in ihrem Podcast „Womensplaining“ mit Friedrich Merz gesprochen.
Nora Zabel, CDU-Mitglied aus Mecklenburg-Vorpommern, hat in ihrem Podcast „Womensplaining“ mit Friedrich Merz gesprochen.
Foto: imago images

CDU-Mitglied Nora Zabel aus Mecklenburg-Vorpommern (MV) spielt eine wichtige Rolle im Bundestagswahlkampf. Sie gestaltet die digitale Kampagne ihrer Partei mit. Wer die künftig führen wird, ist noch unklar. Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen haben sich jedenfalls alle schon mal Zeit genommen für ein Gespräch mit Nora Zabel.

Die 24-Jährige aus MV produziert gemeinsam mit Jungpolitikerin Lilli Fischer, CDU-Stadträtin aus Erfurt, den Podcast „Womensplaining“. Darin lassen sich die beiden normalerweise von erfolgreichen Frauen die Welt erklären. Für die Kandidaten für den CDU-Parteivorsitz haben sie für drei Folgen eine Ausnahme gemacht. Dieses Mal sei „ein bisschen Mansplaining“ dran, sagen die Gastgeberinnen zu Beginn der Folge mit Friedrich Merz.

MV: Frauenförderung, Frauenquote und Frauen in Führungspositionen

Auch wenn ein Mann zu Wort kommt, geht es vor allem um eines: Frauen. Um Frauenförderung, Frauenquote und Frauen in Führungspositionen. „Finden Sie, dass Frauen einen anderen anderen Führungsstil als Männer verfolgen?“, lautet eine der Fragen.

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Merz antwortet mit einem klaren „Ja“. Frauen seien einfühlsamer, „wahrscheinlich auch ein bisschen emotionsfreier“. Wenn Frauen in einem Führungsgremium seien, ändere sich die Arbeitsweise, das ganze soziale Miteinander. „Zum Besseren eindeutig“, so Merz.

Er habe die Beobachtung gemacht, dass Frauen in Führungsaufgaben, „sehr rational und sehr stringent vorgehen und manchmal die Männer die Emotionaleren sind“. Es wird ruhig im Podcast. Merz fragt: „Überrascht Sie das?“ „Ja, total“, meint Nora Zabel. „Absolut“, Lilli Fischer.

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Das ist Nora Zabel:

  • 24 Jahre alt und CDU-Mitglied
  • studierte Philosophie und Politikwissenschaften an der Universität Rostock
  • arbeitet als Social Media Referentin bei der CDU-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern
  • davor arbeitete sie als studentische Hilfskraft bei CDU-Politiker Dietrich Monstadt im Bundestag

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Lilli Fischer kommt auf „The Crown“ zu sprechen, der beliebten Serie über das englische Königshaus. Sie zitiert die Figur der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher, die in der Serie sagt, dass sie keine Frauen in hohen Ämtern möge, weil Frauen zu emotional seien. „Ich teile das überhaupt nicht“, betont Merz. Erneut: Schweigen.

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MV: Margaret Thatcher als Vorbild

Merz lacht: „Jetzt sind Sie beide sprachlos.“ Lilli Fischer entgegnet: „Wir denken beide noch ein bisschen drauf rum, weil wir's anders bewerten würden.“ Mit der Margaret Thatcher aus „The Crown“ ist Friedrich Merz in puncto Frauen in Führungspositionen zwar nicht einer Meinung. Die reale Margaret Thatcher nennt er allerdings ein Vorbild, ebenso den ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan.

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Daten und Fakten zu Mecklenburg-Vorpommern:

  • Mecklenburg-Vorpommern ist das am dünnsten besiedelte deutsche Bundesland
  • Mecklenburg-Vorpommern zählt insgesamt 337 Kilometer Außenküste
  • Mit Heiligendamm hat Mecklenburg-Vorpommern den ältesten Seebadeort Deutschlands (gegründet 1793)
  • Rostock ist mit über 208.000 Einwohnern die größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern
  • Rügen, die größte Insel Deutschlands, gehört zu Mecklenburg-Vorpommern

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Und was möchte Friedrich Merz jungen Frauen auf den Karriereweg mitgeben? „Unabhängigkeit im Denken, Konzentration und Fleiß bei den beruflichen Ideen.“ Alles andere komme von selbst. Zum Schluss holt Nora Zabel ein Versprechen von Friedrich Merz ein. Es ist ihr auch ein persönliches Anliegen.

Kann er versprechen, dass Frauen, die in der CDU für die Frauenquote sind, nicht stigmatisiert werden? Das sei ihr ganz, ganz wichtig, so Nora Zabel. Sie selbst befürwortet die Frauenquote – auch in der Politik (MOIN.DE berichtete).

„Ich unterscheide nicht danach, ob man dafür ist oder dagegen“, sagt Merz. „Sie haben hoffentlich rausgehört, dass ich selbst mit mir ringe bei dieser Frage.“ Zuvor hatte er gesagt, dass es bei ihm „Störgefühl“ auslöse, wenn sich Annegret Kramp-Karrenbauer, die er politisch beerben möchte, als Quotenfrau bezeichne.

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Dann wiederum erzählte er von Gesprächen mit seiner Ehefrau, die sage, „ohne Quote geht es nicht“. „Wahrscheinlich hat sie sogar recht“, so Merz. Die Quote, „als Hilfsmittel, um ein Ziel zu erreichen“, dürfe jedoch kein Selbstzweck werden.

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„Ich freue mich über jede, die sich zu diesem Thema äußert und sich für dieses Thema engagiert“, sagt Merz. Nora Zabels Reaktion: „Alles klar.“ Sie wird ihn beim Wort nehmen. (kbm)

Die ganze Folge „Womensplaining“ mit Friedrich Merz gibt's bei Spotify zu hören.