Corona im Norden: Corona-Ausbruch in Hamburger Bar? Besucher schwänzen Test

Hamburg: Der Außenbereich der „Sands“- Bar
Hamburg: Der Außenbereich der „Sands“- Bar
Foto: dpa

Den Überblick über die Corona-Lage im Norden zu behalten, ist nicht leicht. Nach Wochen mit weitreichenden Lockerungen und sinkenden Inzidenzen, steigt die Zahl der Neu-Infektionen im Norden wieder.

Hier informieren wir über aktuelle Inzidenzen, Lockerungen und neue Corona-Regelungen im Norden. Alle wichtigen Entwicklungen findest du in diesem News-Blog.

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Corona-Zahlen im Norden aktuell (RKI-Inzidenzwerte):

  • Hamburg: 28,9
  • Schleswig-Holstein: 21,2
  • Mecklenburg-Vorpommern: 8,8
  • Bremen: 20,4
  • Niedersachsen: 16,2

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Alle Entwicklungen zum Coronavirus im Norden im News-Ticker

Freitag, 30. Juli

7.50 Uhr: „Sands“-Besucher schwänzen Corona-Test

An dem Reihentest wegen eines möglichen Corona-Ausbruchs in einer Hamburger Cocktailbar haben lediglich 55 Barbesucher teilgenommen. Von 165 angemeldeten Personen seien am Donnerstag nur 39 zum Test in der „Sands Bar“ am Dammtor erschienen, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde. 16 weitere seien spontan vorbeigekommen. Die Gesundheitsbehörde geht davon aus, dass am vergangenen Sonnabend bis zu 500 Personen in Kontakt mit einem später positiv getesten Gast gekommen sein könnten, und hatte zu dem Reihentest aufgerufen.

Als mögliche Gründe für das Fernbleiben wurde angeführt, dass einige Betroffene bereits ein Mal geimpft sein könnten und eine Quarantäne auch durch ein negatives Testergebnis nicht beendet werden könne. Außerdem hätten sich Personen mit Symptomen möglicherweise auch schon vor der Reihentestung eigenständig über den Arztruf testen lassen.

Dennoch sei es äußerst wichtig, bei einem möglichen Ausbruch mit einem Test zur Eingrenzung des Geschehens beizutragen, betonte die Sprecherin. Alle Ergebnisse würden voraussichtlich am Montag vorliegen.

6.30 Uhr: Impfstoff geht zurück

Vor dem Hintergrund einer nachlassenden Impfnachfrage wird Hamburg rund 60.000 ungenutzte Impfdosen an den Bund zurückgeben. Dabei handele es sich ausschließlich um Impfstoff von Astrazeneca, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, der Deutschen Presse-Agentur.

In einem Schreiben habe der Bund den Ländern die Möglichkeit eröffnet, „Impfstoffdosen, die in der nationalen Impfkampagne nicht mehr zum Einsatz kommen und deren Lagerhaltung eine Weitergabe an Drittstaaten im Rahmen von Spenden zulassen“, an das zentrale Lager des Bundes zurückzugeben.

Auch Schleswig-Holsteins Landesregierung prüft, welche Menge an Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca an den Bund zurückgegeben werden kann. „Es wird begrüßt, dass der Bund Gespräche mit Drittländern aufgenommen hat, denen Astrazeneca-Impfstoff zur Verfügung gestellt werden könnte“, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Bislang habe das Land aber noch keinen Impfstoff abgegeben.

Donnerstag, 29. Juli

10.45 Uhr: Virologe macht Vorschlag für Reiserückkehrer

Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hat dafür plädiert, Reiserückkehrer im Falle einer Testpflicht nach ihrem Urlaub mit einer sogenannten Pooltestung auf das Coronavirus zu kontrollieren. Dabei werden mehrere Abstriche zusammengefasst und geprüft. „Wir kennen die ganzen Nachteile auch der Schnellteste, und sie kosten ja auch nicht unerheblich. Insofern wäre hier sicherlich eine Pooltestung mittels PCR-Verfahren durchaus überlegenswert“, sagte Schmidt-Chanasit dem Radiosender „Bayern 2“.

Eine Testpflicht für Reiserückkehrer sei dabei „nicht prinzipiell schlecht“. Man müsse den Nutzen allerdings genau abwägen und die Details - wo und wie wird getestet - genau klären. Aus Praktikabilitätsgründen sollte eine Testpflicht dann so einfach wie möglich gestaltet sein, auch wenn dadurch einige Reisende benachteiligt würden. Der Test aller sei aber erstmal besser, „als ein sehr kompliziertes Regelwerk, das vielleicht dann wenig Effekt hat“.

Hintergrund sei auch, dass die Qualität der Tests in den Urlaubsländern unterschiedlich sei, so der Tropenmediziner des Bernhard-Nocht-Instituts. „Da wird viel Schindluder getrieben.“ Man könne nicht sicher sein, ob die Tests so gut wie beispielsweise in Deutschland durchgeführt werden. „Und wir müssen uns dann die Frage stellen: Ist es zum Schluss eh nicht eine Alibimaßnahme, weil damit ist dann sicherlich niemandem geholfen.“

Mittwoch, 28. Juli

16.35 Uhr: Möglicher Corona-Ausbruch in Bar – mehrere Menschen haben Symptome

Nach einem Corona-Fall in einer Hamburger Cocktailbar haben weitere Menschen bereits Symptome entwickelt. Es handele sich um „etwa ein halbes Dutzend Personen“, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde am Mittwoch. Am Donnerstag ist in der „Sands Bar“ am Dammtor ein Reihentest geplant. Wegen eines möglichen Corona-Ausbruchs sind Hunderte Menschen aufgerufen, sich untersuchen zu lassen. Grund ist ein Besucher vom Samstagabend, der später positiv getestet wurde.

„165 Personen werden morgen angemeldet am Reihentest teilnehmen“, sagte der Sprecher. „Einige Tests werden wegen Eilbedürftigkeit vorab durchgeführt.“ Bislang gebe es noch keine weiteren bestätigten Fälle. Die gesammelten Ergebnisse erwartet die Behörde spätestens Anfang kommender Woche.

„Teilnehmer des Abends berichten ebenso wie Bild- und Videoaufnahmen von im späteren Verlauf nicht mehr eingehaltenen Abständen, Maskenpflichten und zahlreichen Kontakten unter den tanzenden, feiernden und singenden Gästen“, hatte der Sprecher am Dienstag erklärt. Der Inhaber der Bar hatte die Darstellung zurückgewiesen.

12.25 Uhr: Infektion durchgemacht? Jetzt ändert sich etwas Entscheidendes beim Impfen

Zum Schutz gegen eine erneute Corona-Infektion können Genesene in Hamburg ab sofort bereits vier Wochen nach Abklingen der Symptome eine Auffrischungsimpfung erhalten. Bei asymptomatischem Verlauf reiche zur Berechtigung ein mindestens vier Wochen alter positiver PCR-Test, teilte die Gesundheitsbehörde am Mittwoch mit.

Bisher galt eine Frist von sechs Monaten. „Nun hat das RKI dazu aktualisierte Empfehlungen auf den Markt gebracht, die wir umsetzen werden“, sagte Sprecher Martin Helfrich. Zwei Wochen nach der Auffrischungsimpfung hätten die Genesenen dann den Staus von vollständig Geimpften. Zuvor hatte das „Hamburger Abendblatt“ darüber berichtet.

In Hamburg gelten laut Robert Koch-Institut (RKI) aktuell 76.100 Personen als genesen. „Für eine Großteil von ihnen sind die sechs Monate schon abgelaufen“, sagte Helfrich. 38.500 hätten sich bis zum 28. Januar infiziert. „Das heißt: Für bis zu 37.600 kommt nun eine zeitnahe Folgeimpfung für Genesene in Frage.“ Interessenten könnten sich diese noch bis Ende August im Impfzentrum verabreichen lassen. Dann wird das Zentrum geschlossen.

11.35 Uhr: Mobile Impfteams gehen an Schulen im Norden

Mobile Teams werden im neuen Schuljahr an Schulen in Schleswig-Holstein gegen das Coronavirus impfen. Dies kündigte Bildungsministerin Karin Prien am Mittwoch in Kiel an. Ab 19. August solle an 250 Standorten von Gemeinschaftsschulen und Gymnasien im Land den Schülerinnen und Schülern ab zwölf Jahren sowie allen Beschäftigten ein Impfangebot gemacht werden, sagte die CDU-Politikerin. Damit würden alle Schulen dieser Schulart erfasst.

In Schleswig-Holstein beginnt das neuen Schuljahr wie in Mecklenburg-Vorpommern am nächsten Montag. Es sind die ersten beiden Bundesländer, in denen jetzt die Sommerferien enden.

Prien bekräftigte den hohen Rang geöffneter Schulen auch in der Corona-Pandemie: „Es kann auf keinen Fall sein, dass noch einmal Schulen geschlossen werden, um das öffentliche Leben zu entlasten“, erklärte sie. Die Startchancen für das neue Schuljahr seien deutlich besser als im vergangenen Jahr. Es bleibe aber bei der vor den Ferien angekündigten Maskenpflicht in den Innenräumen in den ersten drei Wochen des Schuljahres. Und wer nicht geimpft oder genesen ist, müsse sich zweimal in der Woche selbst testen.

Montag, 26. Juli

9.04 Uhr: Hamburg ist Spitzenreiter bei der Inzidenz in Deutschland

Das Bundesland Hamburg befindet sich seit dem Wochenende an der Spitze in Deutschland was den Inzidenzwert angeht. Das Robert-Koch-Institut (RKI) zählt 25 Neuninfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Damit liegt der Stadtstaat im Norden nun vor der Hauptstadt Berlin, bei der es 23,8 Infektionen sind und die zuvor Spitzenreiter war.

Am Sonntag kamen in Hamburg 72 neue bestätigte Infektionen hinzu. Seit Beginn der Pandemie haben sich damit laut Behörde nachweislich 78.446 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Stadt hat ca. 1,85 Millionen Einwohner, die Impfquote beträgt 62,1 Prozent der Gesamtbevölkerung.

In Hamburger Krankenhäusern wurden der Behörde zufolge mit Stand Freitag 32 Covid-19-Patienten behandelt, davon 14 auf Intensivstationen.

Seit diesem Montag kann sich in Hamburg jeder ohne Termin im Impfzentrum in den Messehallen impfen lassen.

6.55 Uhr: In Schleswig-Holstein wird gelockert

Die Schleswig-Holsteiner dürfen sich wieder in großer Runde treffen und auch größere Feiern abhalten. Seit Montag sind im Norden private Treffen von bis 25 Menschen erlaubt. Kinder unter 14 Jahren, Genesene und Geimpfte werden dabei nicht mitgezählt. Das geht aus der neuen Corona-Verordnung hervor. Diese hatte die Landesregierung in der vergangenen Woche beschlossen.

Erleichterungen gibt es bei der Testpflicht. Sie gilt beispielsweise nicht mehr beim Besuch von Innenräumen in Restaurants und auch nicht mehr bei Veranstaltungen wie Feiern und Empfängen. Die Begrenzung der Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen wie Feiern und Empfängen ist aufgehoben.

Das gilt auch für Veranstaltungen mit Marktcharakter. Dort gelten aber weiter die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowie eine Quadratmeterbeschränkung (pro Person sieben Quadratmeter begehbare Fläche). Bei Veranstaltungen mit Sitzungscharakter wie beispielsweise beim Sport ist weiter eine maximale Auslastung von 50 Prozent erlaubt.

Nur noch einen - höchstens 48 Stunden alten - negativen Corona-Test benötigen Urlauber, die im Hotel übernachten wollen. Ein Folgetest ist nicht mehr nötig. Auf Schiffen muss man draußen keine Maske mehr tragen. Die verbliebenen Testpflichten beim Sport sowie bei Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe sind weggefallen.

Bei Demonstrationen im Freien und Gottesdiensten gibt es keine Begrenzung der Teilnehmerzahl mehr.

Sonntag, 25. Juli

16.03 Uhr: Terminpflicht für Corona-Impfung im Hamburger Impfzentrum entfällt

Corona-Schutzimpfungen sind in Hamburg von Montag an ohne Termin möglich. Interessenten über 16 Jahren können ohne vorherige Terminvereinbarung in das Impfzentrum in den Messehallen kommen, wie die Gesundheitsbehörde am Sonntag ankündigte. Weil das Impfzentrum nur bis Ende August betrieben werde, könnten Erstimpfungen noch bis zum 10. August angeboten werden. Für ihre Zweitimpfung erhalten Spontanbesucher beim Verlassen des Impfzentrums einen Termin.

Die Kapazität des Impfzentrums reicht nach Angaben der Gesundheitsbehörde aus, um in den verbleibenden Tagen mehrere Zehntausend Menschen zu impfen. Verwendet werden die Impfstoffe von Biontech und Moderna. Minderjährige müssen von Erziehungsberechtigten begleitet werden. Diese müssen einer Impfung zustimmen. Das Impfzentrum hat von 8 Uhr bis 20 Uhr geöffnet.

„Die Eindrücke aus dem In- und Ausland sind an Klarheit nicht zu überbieten: Wir sehen in Hamburg sehr deutlich einen massiven Rückgang gen null bei den Neuinfektionen in Alterssegmenten mit einer hohen Durchimpfungsrate“, teilte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, am Sonntag mit.

Er appellierte an alle, sich bald gegen Corona impfen zu lassen. „Gerade weil wir jetzt in einer Situation sind, in der jede und jeder über 16-Jährige schnell und unkompliziert eine Corona-Schutzimpfung erhalten kann, sollte also niemand mehr zögern.“

Freitag, 23. Juli

17.56 Uhr: Corona-Infizierter in Sylter Bar – Kreis sucht 80 Besucher

Corona-Alarm auf Sylt! Am Freitag wurde ein Gast der „der Wunderbar“ in Westerland positiv getestet. Das teilte der Kreis Nordfriesland mit und rief die vielen Bar-Gäste auf der Nordsee-Insel dazu auf, sich direkt in Quarantäne zu begeben und sich zu melden. Aktuell ist es „wegen eines vom Hersteller bestätigten technischen Fehlers der Luca-App“ nicht möglich, die gespeicherten Daten der anderen Gäste abzurufen.

Jeder Bar-Besucher, der am Mittwoch (21. Juli) ab 0.38 Uhr sich länger als zehn Minuten in der Bar aufgehalten hat, wurde vorläufig als enge Kontaktperson des infizierten Gastes eingestuft. Gemäß Allgemeinverfügung des Kreises sind jene Betroffenen dazu verpflichtet, sich sofort selbst in Quarantäne zu begeben, entweder zu Hause oder – falls sie im Urlaub auf der Insel sind – in der Unterkunft auf dem Zimmer.

„Dies gilt automatisch – auch ohne, dass wir dies den Betroffenen gegenüber direkt angeordnet haben“, betont die Juristin und für Gesundheit zuständige Fachbereichsleiterin Nina Rahder. „Es besteht das Risiko, dass die anderen Anwesenden sich infiziert haben, zum Beispiel über Aerosole", so Rahder weiter. Der Wirt geht auf Basis der Luca-Statistik davon aus, dass im fraglichen Zeitraum rund 80 Gäste in der „Wunderbar“ waren.

Die Betroffenen sind verpflichtet, sich unverzüglich per E-Mail beim Kreisgesundheitsamt zu melden. In der E-Mail sind der eigene Name, die Zeit des Aufenthalts in der „Wunderbar“ sowie eine Telefonnummer anzugeben, unter der der Absender erreichbar ist. „Wählen Sie den Namen der Bar als Betreff, so fällt unserem Team der Kontaktnachverfolgung die Zuordnung leichter“, bittet Nina Rahder um Mithilfe. Die E-Mails sind zu richten an corona-pcr@nordfriesland.de. Das Kreisgesundheitsamt wird daraufhin alle Personen, die sich melden, so schnell wie möglich kontaktieren.

13.52 Uhr: Großer Corona-Ausbruch unter Kindern

71 von rund 100 Teilnehmern einer von einem Hamburger Träger organisierten Ferienfreizeit haben sich mit dem Corona-Virus infiziert. Die Betroffenen - Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene – stammten größtenteils aus Hamburg, sagte Martin Helfrich, Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde, am Freitag. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur fand die Freizeit in Dänemark statt.

„Nachdem die Ferienmaßnahme vor Ort unter Quarantäne gestellt worden war, wird diese nun beendet“, sagte Helfrich. „Die Teilnehmenden kehren nun an ihre Heimatorte zurück, wo sie sich in der eigenen Häuslichkeit isolieren.“

Auch für negativ getestete Kontaktpersonen und die mit den positiven Rückkehrern in einem Haushalt lebenden Personen werde Quarantäne angeordnet. „Die nach Wohnort örtlich zuständigen Gesundheitsämter in den Hamburger Bezirken und umliegenden Kommunen übernehmen die weitere Betreuung“, hieß es.

Donnerstag, 22. Juli

10.09 Uhr: Hamburger Impfzentrum feiert Meilenstein

Das Hamburger Impfzentrum in den Messehallen hatte am Mittwoch allen Grund zum Feiern. Nach wochenlanger Arbeit wurde am 21. Juli die millionste Impfung verabreicht. Den Moment feierten die Mitarbeitenden mit einem Empfang unter Konfetti-Regen. Der ärztliche Leiter des Hamburger Impfzentrums teilte die Nachricht auf Twitter.

Die Impfkampagne in der Hansestadt geht unterdessen weiter flott voran. An den nächsten drei Sonnabenden können sich Hamburgerinnen und Hamburger spontan impfen lassen. An den Messehallen benötigen sie nur einen Personalausweis und, wenn vorhanden, den Impfausweis.

In Hamburg sind mittlerweile 838.336 Menschen vollgeimpft. Das sind 45,4 Prozent der Bewohner.

Dienstag, 20. Juli

18.57 Uhr: Hamburger Studenten können ohne Termin ins Impfzentrum

Alle Hamburger Studentinnen und Studenten können von morgen Freitag, 21. Juli, bis einschließlich 27. Juli ein exklusives Impfangebot in Anspruch nehmen: Sie erhalten eine Corona-Schutzimpfung ohne vorherige Terminvereinbarung im Impfzentrum in den Hamburger Messehallen. Das schreibt der Senat in einer Mitteilung.


Diese Möglichkeit besteht demnach für alle Studentinnen und Studenten, die bislang noch keine Erstimpfung erhalten haben. Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank appelliert an sie: „Bitte nehmen Sie das Angebot der Stadt an und helfen Sie auf diesem Wege mit, die Pandemie weiter in den Griff zu bekommen und schützen Sie sich selbst und andere, gerade damit auch diejenigen, die sich selber nicht impfen lassen können.“

Ziel bleibe weiterhin, im bevorstehenden Wintersemester wieder größtenteils in den Präsenzbetrieb zurückzukehren. Dazu sei es unerlässlich, dass möglichst viele Mitarbeitende der Hochschulen und Studierende gegen eine Covid-19-Erkrankung geimpft sind.

Sonntag, 18. Juli

14.13 Uhr: Letzte Chance – großes Impfzentrum wird bald dichtgemacht

Die Impfkampagne in Deutschland ist deutlich ins Stocken geraten. Mittlerweile sind zwar 60 Prozent der Einwohner erstgeimpft, doch es kommen kaum noch welche hinzu, obwohl die Infektionszahlen jetzt wieder rasant nach oben schnellen. Für eine Herdenimmunität gegen die Delta-Variante braucht es laut Experten eine Impfquote von 85 Prozent. Möglicherweise wird die wohl nie erreicht werden, auch weil es für Kinder noch keine Impfmöglichkeit gibt.

In Hamburg sind nach wie vor sind zahlreiche, auch kurzfristige, Termine im Impfzentrum in den Messehallen verfügbar. Nachdem die Mehrheit der Bevölkerung bereits einen Impfschutz erhalten hat, wird das Impfzentrum nun Ende August geschlossen. Insbesondere Personen, die noch keine Impfung erhalten haben und keinen Hausarzt haben, sollten sich nun noch einen Termin buchen, heißt es vom Senat. Deswegen bittet Sozialsenatorin Melanie Leonhard:

„Wenn Sie noch keine Corona-Schutzimpfung erhalten haben, beschäftigen Sie sich jetzt noch einmal mit dem Thema. Wenn Sie Fragen oder Bedenken haben, besprechen Sie sich mit einer Ärztin oder einem Arzt, ob am Telefon oder bei einem Termin in der Praxis. Ich bitte Sie, jetzt aktiv zu werden. Wenn Sie sich heute für eine Impfung entscheiden, erhalten Sie schnell und ohne großen Aufwand einen Termin.“

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Und weiter: „Das ist der einfachste und unkomplizierteste Weg zur Schutzimpfung. Gerade jüngere Menschen, die den Älteren lange den Vortritt gelassen haben, oft aber keine feste Hausarztpraxis haben, sollten den Weg über das Impfzentrum gehen. Es geht bei dem Impfschutz um Ihre Gesundheit, damit Sie die Covid-Infektion nicht durchmachen müssen und womöglich Langzeit-Schäden davontragen.“

Auch nach dem Auslaufen des Zentralen Impfzentrums in den Messehallen bestünden weiter umfangreiche Möglichkeiten, die Corona-Schutzimpfung zu erhalten. Erste Anlaufstelle dafür sind Arztpraxen. Weitere Möglichkeiten bestehen bei Angeboten durch mobile Impf-Teams sowie im Rahmen betriebsmedizinischer Dienste. Außerdem können sich Bürgerinnen und Bürger auch in fünf Krankenhäusern im ganzen Stadtgebiet impfen lassen.

(red mit dpa)