Edeka in Norddeutschland: Entscheidung gefallen! Lebensmittelhändler übernimmt diese Real-Filialen

Sieben Real-Filialen in Norddeutschland werden von Edeka übernommen.
Sieben Real-Filialen in Norddeutschland werden von Edeka übernommen.
Foto: picture alliance / Fotostand & Bildagentur-online/Ohde

Nach der Zerschlagung der Warenhauskette Real bemühte sich neben Kaufland und Globus auch der Lebensmittelhändel Edeka um die Übernahme von einigen Standorten in Norddeutschland.

Am Mittwoch hat Edeka nun grünes Licht vom Bundeskartellamt erhalten. Damit steht fest, welche Real-Märkte in Deutschland künftig das Logo des Hamburger Unternehmens tragen werden. In Norddeutschland betrifft dies insgesamt sieben Filialen.

Edeka erhält Zusage für 45 Real-Märkte, sieben davon in Norddeutschland

In einem zweiten großen Kartell-Verfahren im Zuge der Zerschlagung des SB-Warenhaus-Betreibers Real wurde entschieden, welche Standorte übernommen werden dürfen. Um insgesamt 72 Märkte hatte sich Edeka beworben.

Das Ergebnis: 45 Real-Märkte darf der Händler übernehmen, für 21 gab es eine Absage. Weitere sechs Filialen wurden unter Auflagen genehmigt. Diese sehen zum Beispiel vor, dass Edeka andere Märkte in der näheren Umgebung schließen muss.

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„Wir müssen sicherstellen, dass Verbraucherinnen und Verbraucher auch in Zukunft zwischen verschiedenen Lebensmittelhändlern auswählen können“, sagte Kartellamtschef Andreas Mundt laut „Lebensmittel Zeitung“ zu der Entscheidung.

Norddeutschland: Real-Märkte sollen schrittweise bei Edeka integriert werden

Durch die Auswahlmöglichkeit werde ein Wettbewerbsdruck auf die Anbieter erzeugt, der für bessere Preise Auswahl und Qualität sorge. „Wir hatten bei einer Reihe von Standorten die Sorge, dass Edeka mit der Übernahme in den jeweiligen regionalen Märkten zu stark würde“, so Mundt.

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Das ist Edeka:

  • Edeka wurde 1907 in Leipzig gegründet
  • Edeka steht für Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler
  • Der Hauptsitz von Edeka ist in Hamburg
  • 376.000 Menschen arbeiten bei Edeka (Stand 2018)

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Deshalb musste das Hamburger Unternehmen auf rund 30 Prozent der geplanten Übernahmen verzichten. „Wir begrüßen diese Entscheidung des Kartellamts“, heißt es bei Edeka laut „Lebensmittel Zeitung“.

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„Unter dem Dach des genossenschaftlichen Edeka-Verbunds erhalten die Lebensmittelmärkte und deren Mitarbeiter wieder eine tragfähige wirtschaftliche Zukunftsperspektive.“ Die Integration der Märkte soll nun schrittweise in den kommenden Monaten erfolgen.

Diese Real-Märkte in Norddeutschland übernimmt Edeka

In Norddeutschland betrifft dies vor allem ehemalige Real-Märkte in Bremen und Schleswig-Holstein. Lediglich für die Standorte Oldenburg (Niedersachsen) und Bergen auf Rügen (Mecklenburg-Vorpommern) wurde eine Übernahme untersagt.

Hier eine Liste der Real-Filialen in Norddeutschland, die als „kartellrechtlich unbedenklich“ eingestuft wurden:

  • Bremen, Duckwitzstraße
  • Bremen-Habenhausen
  • Bremen-Vahr
  • Flensburg
  • Henstedt-Ulzburg
  • Lübeck
  • Schleswig

Norddeutschland: Verhaltene Freude über Edeka-Übernahme in Flensburg

In Flensburg geht es um den Real-Markt im Förde-Park. Die Entscheidung sorgt nicht bei allen Menschen aus der drittgrößten Stadt Schleswig-Holsteins für Freude.

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„Na toll, wir haben ja auch noch nicht genügend Edeka Märkte“, kommentiert zum Beispiel eine Frau in einer Facebook-Gruppe dazu. „Ich hätte so gerne Kaufland gehab“, eine andere. Und ein Mann ist der Ansicht, dass sich der Förde-Park jetzt nicht mehr lohne.

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Viel wichtiger dürfte aber wohl sein, dass die Mitarbeiter in Norddeutschland nun endlich Klarheit haben. Ob sie künftig für Edeka oder Kaufland arbeiten, dürfte dabei wohl eher zweitrangig sein. (mk)