Fehmarn: Auf der Insel sieht ein Mann im Hafen DAS – dann geht alles ganz schnell

Im Hafen von Orth auf der Insel Fehmarn konnte ein Hafenmeister Schlimmeres verhindern.
Im Hafen von Orth auf der Insel Fehmarn konnte ein Hafenmeister Schlimmeres verhindern.
Foto: imago/CHROMORANGE

Fast wäre im Hafen Orth auf der Ostsee-Insel Fehmarn ein Boot gesunken.

Der Hafenmeister hatte am Freitag gegen 9 Uhr festgestellt, dass ein Motorsegler an seinem Liegeplatz zu sinken begann. Dann ging alles ganz schnell in dem Hafen im Südwesten der Insel Fehmarn.

Fehmarn: Einsatzkräfte pumpten das Boot aus

Einsatzkräfte der alarmierten Feuerwehr pumpten das circa zehn Meter lange Boot aus und stabilisierten es zunächst, wie aus einer Mitteilung der Polizeidirektion Lübeck hervorgeht.

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Nach Rücksprache mit dem Eigentümer wurde die Lage der Seeventile an Bord geklärt. Die Beamten der Wasserschutzpolizei Fehmarn ermittelten daraufhin die Ursache für das Volllaufen des Bootes.

Fehmarn: Das Seeventil war nicht verschlossen

Gemäß Mitteilung war das im Motorenraum befindliche Seeventil nicht verschlossen. Die Schlauchverbindung eines im Seewasserkreislauf eingebundenen Wärmetauschers war demnach abgerissen, so dass das Hafenwasser ins Bootsinnere eindringen konnte.

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Das ist Fehmarn:

  • Fehmarn ist nach Rügen und Usedom die drittgrößte Insel Deutschlands
  • Es ist die einzige Ostsee-Insel Schleswig-Holsteins
  • Die Fehmarnsundbrücke, die Fehmarn mit dem Festland verbindet, ist 963 Meter lang
  • Fehmarn zählt rund 12.600 Einwohner
  • Auf der Insel gibt es vier Naturschutzgebiete
  • Der 17,6 Kilometer lange Fehmarnbelttunnel soll Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden; die Eröffnung ist für 2029 geplant

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Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt. Wie die Polizei mitteilt, sei das Hafenwasser geringfügig verschmutzt worden.

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Beteiligt an dem Einsatz waren die Freiwillige Feuerwehr, die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sowie Beamte der Wasserschutzpolizeistation Fehmarn. (kbm)