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Juist/Nordsee: Segelausflug an Pfingsten artet aus – um 21 Uhr geht der Notruf ein…

Juist/Nordsee: Segelausflug an Pfingsten artet aus – um 21 Uhr geht der Notruf ein…

© imago images/Felix Jason

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Seinen Nordseetörn über das Pfingstwochenende hat sich ein Segler aus Österreich sicherlich anders vorgestellt: Am Pfingstsonntag, 5. Juni, geriet er in der Brandungszone vor der Insel Juist auf der Nordsee in eine lebensgefährliche Situation.

Erst die Seenotretter der Station Borkum konnten den Mann retten. Ein Segelausflug auf der Nordsee wurde vor Juist zur Gefahr.

Juist/Nordsee: Alarm bei den Seenotrettern

Gegen 21 Uhr informierte die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven die deutsche Rettungsleitstelle See der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) über einen Notfall: Ein Segler war mit seiner Yacht etwa eineinhalb Seemeilen (rund drei Kilometer) nordwestlich des Westendes der Ostfriesischen Insel Juist festgekommen.

Bei ablaufendem Wasser und Nordostwind mit bis zu 38 km/h wurde er in der sehr gefährlichen Brandungszone nördlich des Haaksgat zum Spielball der See. Immer wieder schlugen die bis zu eineinhalb Meter hohen Wellen gegen seine etwa zehn Meter lange Segelyacht „Azimuth“ und warfen sie auf die betonharte Sandbank.

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Das ist Juist:

  • Juist ist eine der ostfriesischen Inseln im niedersächsischen Wattenmeer der Nordsee.
  • Sie liegt zwischen Borkum im Westen und Norderney im Osten.
  • Die Insel hat eine Länge von 17 Kilometern und ist damit die längste der ostfriesischen Inseln.
  • Die maximale Breite beträgt 900 Meter, die minimale 500 Meter.
  • Auf der Insel befindet sich die gleichnamige Gemeinde Juist, sie gehört zum Landkreis Aurich in Niedersachsen und hat 1524 Einwohner.
  • Auf der Insel gibt es zwei Ortsteile: den in Westdorf und Ostdorf unterteilten Hauptort sowie Loog.

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Umgehend alarmierten die Wachleiter der deutschen Rettungsleitstelle See die Seenotretter der Station Borkum, die mit dem Seenotrettungskreuzer „Hamburg“ sofort ausliefen. „Für den Segler war es eine aussichtslose Lage. Über kurz oder lang hätte die Brandung seine Yacht kaputtgeschlagen“, ist sich Vormann Ralf Brinker sicher.

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Knappe Sache auf der Nordsee vor Juist

Zunächst konnte die Besatzung der „Hamburg“ selbst mit ihrem flachgehenden Tochterboot „St. Pauli“ nicht dicht genug an den Havaristen herankommen, um eine Leinenverbindung herzustellen. Zudem war zu diesem Zeitpunkt der Wasserstand für einen Schleppversuch zu niedrig.

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In der aufgewühlten See der Brandungszone gelang es den Seenotrettern erst bei auflaufendem Wasser nach Mitternacht, mit dem Tochterboot den Havaristen ins tiefere Wasser zu ziehen. Anschließend schleppten sie die Yacht samt Segler mit dem Seenotrettungskreuzer „Hamburg“ sicher in den Hafen von Borkum.

Der sehr erschöpfte Skipper blieb unverletzt. Das Seegebiet der Ostfriesischen Inseln erfordert hohe Revierkenntnis und gilt auch unter erfahrenen Seglern als anspruchsvoll. (lfs)