Kiel: Familie droht die Abschiebung – jetzt macht ihnen der Ministerpräsident Hoffnung! „Nutzen Sie diese Chance“

Kiel: Sayana (l) und Magomed Kadyrova (r) stehen vor Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein.
Kiel: Sayana (l) und Magomed Kadyrova (r) stehen vor Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein.
Foto: dpa

Es ist eine Geschichte, die viele Menschen bewegte. In einem Video weinte die zehnjährige Sayana Kadyrova bitterlich, weil sie und ihre Familie in ihre Heimat Tschetschenien abgeschoben werden sollten (MOIN.DE berichtete). Mit ihrer Nachricht wandte sie sich direkt an die Landesregierung von Schleswig-Holstein in Kiel.

Um dies zu verhindern, wurde die Petition „Abschiebung von Familie Kadyrova stoppen!“ gestartet. Auch viele Promis wie Lena Meyer-Landrut, Palina Rojinsky und Klaas Heufer-Umlauf haben sich daran beteiligten. Diese wurde jetzt dem Ministerpräsidenten Daniel Günther in Kiel übergeben.

Kiel: 87.107 Menschen haben Petition unterschrieben

Insgesamt 87.107 Menschen haben unterschrieben. Sie wollen, dass die Familie Kadyrova in Deutschland bleiben darf. Denn eine Abschiebung in ihre Heimat würde auch eine Rückkehr zu dem Vater bedeuten – vor dem die Mutter Seda mit ihren Kindern Sayana und Magomed floh.

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Das ist Kiel:

  • Kiel ist Landeshauptstadt und auch bevölkerungsreichste Stadt von Schleswig-Holstein
  • Hier leben rund 246.300 Menschen
  • Die Stadt ist ein bedeutender Stützpunkt der Marine
  • Kiel ist bekannt für den Handballverein THW Kiel und den Fußballclub Holstein Kiel
  • Jährlich lockt die Kieler Woche viele Besucher an

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Denn der Vater war gewaltätig. „Meine Mama, mein Bruder und ich sind vor fast acht Jahren nach Deutschland gekommen, weil mein Vater uns geschlagen hat. Ich will nicht wieder geschlagen werden“, sagte Sayana laut „shz“.

Landesregierung in Kiel räumt Frist ein

Bereits vor einigen Tagen hatte die Innenministerin von Schleswig-Holstein, Sabine Sütterlin-Waack, eine sechsmonatige Frist eingeräumt. In dieser Zeit hat Sayanas Mutter Seda nun die Möglichkeit, Deutsch zu lernen und eine Ausbildung zu finden.

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„Ihnen wurde die Hand gereicht. Nutzen Sie diese Chance“, sagte Daniel Günther laut „shz“ zu Seda Kadyrova. Falls nicht, droht möglicherweise erneut die Abschiebung. Und genau das kritisieren viele.

Günther kann aus Kiel keinen Einfluss nehmen

Denn: Seda muss nicht nur ihren Deutschkurs selbst bezahlen – sie erhält auch keine Hilfe bei der Suche nach einer Ausbildung. Die möchte die zweifache Mutter gerne in der Pflege machen.

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Günther verweist auf die Entscheidungen des Kreises Rendsburg-Eckernförde, auf die er keinen Einfluss habe. Für alle würden die gleichen Regeln gelten. Der Ministerpräsident appellierte an Freunde, die Familie auf diesem Weg zu unterstützen. (mk)