Manuela Schwesig kann es kaum fassen: „Darüber werden wir reden müssen“

Manuela Schwesig mit Mund-Nasen-Schutz im Landtag.
Manuela Schwesig mit Mund-Nasen-Schutz im Landtag.
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Manuela Schwesig ist sauer und macht ihrem Ärger auf Twitter Luft. Sie richtet sich direkt an die Bundesregierung.

Denn dass diese den Urlaub auf Mallorca erlaubt, nicht aber an der heimischen Küste kann Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kam glauben.

Manuela Schwesig mit deutlicher Ansage

Denn die jüngsten Entwicklungen auf dem internationalen Reisemarkt erfordern nach Meinung der Ministerpräsidentin rasche Entscheidungen zum Tourismus in Deutschland.

+++ Aida: Frau hat einen irren Plan – und sie ist damit nicht alleine +++

„Es kann nicht sein, dass die Bundesregierung Urlaub auf Mallorca ermöglicht und gleichzeitig kein Urlaub im eigenen Bundesland möglich ist. Darüber werden wir mit der Bundesregierung reden müssen“, schreibt Manuela Schwesig auf Twitter.

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Das ist Manuela Schwesig:

  • Manuela Schwesig wurde am 23. Mai 1974 in Frankfurt (Oder) geboren
  • Aufgewachsen ist sie in Seelow in der DDR auf
  • Sie gehört seit 2003 dem Vorstand des SPD-Kreisverbands Schwerin an und seit 2005 dem Vorstand der SPD Mecklenburg-Vorpommern
  • von 2008 bis 2013 war sie Landesministerin in Mecklenburg-Vorpommern und von 2013 bis 2017 Bundesfamilienministerin unter Angela Merkel
  • seit dem 4. Juli 2017 ist Schwesig Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern und Vorsitzende der SPD Mecklenburg-Vorpommern
  • In beiden Ämtern ist sie die Nachfolgerin von Erwin Sellering

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Manuela Schwesig sieht MV vor Mallorca

Die spanische Baleareninsel ist seit diesem Sonntag kein Risikogebiet mehr. Zahlreiche Airlines haben angekündigt, ihr Kontingent für die Insel aufzustocken. Eine Konkurrenz sieht die Ministerpräsidentin jedoch nicht.

„Wir sind nicht in Konkurrenz zu Mallorca, weil in der Region die Leute dann doch lieber zu uns kommen“, sagt die Politikerin im „Bild“-Interview. Dennoch sehe sie es natürlich kritisch, „dass im Zweifel die Leute dann über Ostern ins Ausland fliegen, anstatt dass Urlaub in unserem Land möglich ist“.

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Seit November ruht aufgrund der gestiegenen Corona-Infektionszahlen bundesweit der touristische Reiseverkehr.

Manuela Schwesig hatte sich zuletzt nicht abgeneigt gezeigt, dass Mecklenburg-Vorpommern mit dem Nachbarland Schleswig-Holstein eine schrittweise Öffnung für den Tourismus anstreben könnte, wenn es keine bundesweit einheitliche Regelung geben sollte. (oa)