Mecklenburg-Vorpommern: Rostocker stößt seine Freundin aus dem Fenster – doch er hat noch nicht genug

Am Donnerstag startete der Gerichtsprozess gegen einen 41-jährigen Mann aus Rostock (Mecklenburg-Vorpommern). Er soll versucht haben, seine Ex-Freundin umzubringen (Symbolbild)
Am Donnerstag startete der Gerichtsprozess gegen einen 41-jährigen Mann aus Rostock (Mecklenburg-Vorpommern). Er soll versucht haben, seine Ex-Freundin umzubringen (Symbolbild)
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Rostock. Dieser Fall sorgte für Entsetzen in Mecklenburg-Vorpommern.

Christian B. aus Rostock wird vorgeworfen, dass er seine Ex-Freundin aus Eifersucht umbringen wollte. Dabei soll er besonders brutal gehandelt haben: Mit einem Messer soll er die Frau attackiert und sie anschließend aus dem Fenster gestoßen haben. Doch genug hatte der Mann da noch lange nicht. Jetzt muss er sich vor dem Landesgericht in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) verantworten.

Mecklenburg-Vorpommern: Angeklagter plante seine Tat

Wie die „Ostsee Zeitung“ berichtet, wird dem Mann aus Rostock vorgeworfen, seine Ex-Freundin getötet zu haben, da er sich in seiner Ehre verletzt und in seinen vermeintlichen Besitzansprüchen bedroht gefühlt habe.

Seine Ex-Freundin, Stefanie K., habe sich zwei Monate vor der Tat von dem Angeklagten wegen dessen großer Eifersucht getrennt. Seitdem habe der Angeklagte das Opfer regelmäßig gestalkt und beobachtet.

Am 1. März habe der 41-jährige Rostocker betrunken die Wohnung seiner Ex aufgesucht. Er war wütend, dass Stefanie K. am Vortag eine Karnevalsfeier mit ihren Freundinnen besucht hatte. Aus Eifersucht und um sich für die Demütigung der Trennung zu rächen, habe er beschlossen, seine Ex-Freundin umzubringen.

Heftige Auseinandersetzung in Mecklenburg-Vorpommern

Der Angeklagte habe Stefanie K. das Handy aus der Hand entrissen, um zu verhindern, dass sie die Polizei verständigt. Außerdem habe er zu einem Brotmesser gegriffen und ihr gedroht: „Wenn ich dich nicht haben kann, dann auch kein anderer!“

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Die Ex-Freundin wehrte sich gegen den Messerangriff und konnte ihn auch abwehren. Doch dann eskalierte die Situation völlig: Der 41-Jährige drückte die Frau mit dem Oberkörper aus dem Fenster und ließ dann los. Stefanie K. stürzte mehrere Meter in die Tiefe. Dabei zog sie sich schwerste Verletzungen unter anderem an der Lendenwirbelsäule zu.

Mann aus Mecklenburg-Vorpommern dreht völlig durch

Doch Christian B. schien das noch nicht zu reichen. Er rannte in den Innenhof und soll dort versucht haben, noch weiter auf seine Ex-Freundin einzustechen. Auch hier habe das Opfer versucht, sich zu wehren. Dennoch fügte der Angeklagte ihr eine elf Zentimeter lange Schnittwunde zu.

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Dass Stefanie K. den ganzen Vorfall trotzdem überlebt hat, sei einem Zufall zu verdanken, betonte die Staatsanwältin während des Prozesses. Die Frau zog sich nämlich mit letzten Kräften an einem Zaun hoch und wehrte weitere Messerstiche des Angeklagten mit ihrer bloßen Hand ab. Diese kann sie bis heute nicht mehr benutzten.

Nachbar stoppt den durchgedrehten Mann aus Rostock

Nachbarn hätten den Streit beobachtet und seien dem Opfer zur Hilfe gekommen. Einer von ihnen schlug dem Angeklagten mit einem Brecheisen auf die Schulter. Erst da hörte er auf, seine Ex-Freundin zu quälen. Der Mann aus Rostock wurde von der Polizei noch am Tatort festgenommen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

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Zu den Anschuldigen will sich der Angeklagte erst am kommenden Dienstag äußern. Ein Urteil könnte Ende September gefällt werden. (kf)