Mecklenburg-Vorpommern: Reinigungskraft an der Ostsee ist sauer auf Touristen – „Der letzte Abschaum“

Ferienwohnungen in Mecklenburg-Vorpommern in Ueckermünde.
Ferienwohnungen in Mecklenburg-Vorpommern in Ueckermünde.

230 Objekte betreut Dirk Wiek mit seinem Reinigungs-Service in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Eine stolze Zahl. Insgesamt macht das im Monat 500 bis 600 Reinigungen.

MOIN.DE erzählte der Unternehmer, was dabei seine Erfahrungen mit den Urlaubern sind. Und das, was er zu erzählen hat, klingt nicht wirklich erfreulich. Denn die Touristen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern würden sich immer wieder „total daneben benehmen, als wenn die Reinigungskraft der letzte Abschaum wäre.“

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Foto aus Rostock sorgt für Empörung – „Traurig“ +++

Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein: Reinigungsfirma spricht Klartext

Mit seiner Ansicht ist Dirk Wiek nicht alleine. Erst kürzlich hat eine Reinigungskraft von Sylt ihrem Ärger über rücksichtslose Urlauber auf Facebook Luft gemacht.

+++ Sylt: Putzkraft klagt über Touristen – „Wird immer schlimmer“ +++

In einigen Kommentaren zu ihrem Beitrag hieß es, dass es sich dabei um Ausnahmen handele – das kann Dirk Wiek absolut nicht bestätigen. Sein Unternehmen, das an mehreren Orten an der Ostsee tätig ist, vermittelt Reinigungskräfte an Ferienhäuser und -wohnungen.

„Gleich ein Mega-Fass aufgemacht“

Da er also beide Seiten kenne, sei ihm die Situation bestens bekannt. „Wehe die Reinigungskraft hat mal ein Haar oder etwas Staub übersehen, dann wird gleich ein Mega-Fass aufgemacht“, berichtet er MOIN.DE.

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Pfleger rast mit altem Mann im Rollstuhl aufs Meer zu – er will... +++

Nicht selten fordere der Gast dann die Gebühren für die Endreinigung zurück, was wiederum der Reinigungskraft abgezogen werden müsse.

Urlauber in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben kein Verständnis

Wenn er hingegen als Reinigungsfirma einen Aufschlag verlangt, weil der Gast die Unterkunft in einem unmöglichen Zustand hinterlassen hat, sei die Reaktion meist eindeutig: „Stellen Sie sich nicht so an.“

„Die Auftraggeber wollen einfach nicht mehr bezahlen, weil sie einfach nicht erkennen wollen was wir alle von der Reinigung leisten“, sagt Dirk Wiek MOIN.DE.

+++ Usedom: DIESE Entdeckung am Ostsee-Strand sorgt für Verwirrung – „Hat sich wohl jemand verirrt“ +++

Gäste in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zur Rechenschaft ziehen

Sein Unternehmen betreue etwa Wohnungen in Timmendorfer Strand, Niendorf, Grömitz, Kellenhusen, Sierksdorf und Dahme. Die Beobachtungen seien immer die gleichen.

„Wenn es die ganzen Reinungungskräfte nicht gebe, dann verdient keiner Geld“, sagt Wiek. Sie seien das wichtigste Bindeglied und sollten dementsprechend behandelt werden.

---------------

Mehr News von der Ostsee und aus dem Norden:

---------------

Eine weitere Forderung des Unternehmers: „Man muss in der heutigen Zeit auch den Gast zu Rechenschaft ziehen, sonst gehen alle unter.“ (lh)