„Mein Schiff“: Corona-Ausbruch! Besatzungsmitglieder positiv getestet – so geht es für die Passagiere jetzt weiter

Die „Mein Schiff 6“ fährt aktuell durch Griechenland.
Die „Mein Schiff 6“ fährt aktuell durch Griechenland.
Foto: imago images / CHROMORANGE

Die „Mein Schiff“-Flotte fährt schon seit einigen Monaten wieder zur See. Der Neustart nach dem Corona-Lockdown mit den „Blauen Reisen“ ohne Landgänge hat im Vergleich zur Aida, wo Reisen immer wieder verschoben werden mussten, gut geklappt. Kürzlich wurde sogar wieder die erste Fahrt mit Landgängen erfolgreich beendet (MOIN.DE berichtete).

Zwar gab es auch bei „Mein Schiff“ mitunter Probleme, als zum Beispiel kurzfristig eine Reise in die Fjorde Norwegens umgeplant wurde (MOIN.DE berichtete). Aber wer sich in diesen Zeiten auf eine Kreuzfahrt einlässt, muss auch damit rechnen, dass nicht immer alles normal läuft oder vergleichbar ist mit früheren Zeiten.

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Mein Schiff“: Strenge Regeln, Restrisiko bleibt

Die Vorschriften auf den Reisen sind streng. Bei den Fahrten mit der „Mein Schiff 6“ dürfen sich Urlauber bei den Landgängen zum Beispiel nicht von ihrer geführten Gruppe entfernen, sonst dürfen sie nicht zurück an Bord. Auch muss jeder Passagier einen negativen Corona-Test vor Reiseantritt vorlegen.

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Trotz allem fährt das Risiko immer mit. Kreuzfahrt-Experte Alexis Papathanassis von der Hochschule Bremerhaven warnte im August gegenüber MOIN.DE davor, dass die Branche ihre Reputation in der Öffentlichkeit verlieren könne, wenn sie den Neustart wage und es zu Corona-Ausbrüchen an Bord komme.

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Daten und Fakten zu „Mein Schiff“:

  • Insgesamt sieben Kreuzfahrtdampfer zählen zur „Mein Schiff“-Flotte der Reederei Tui Cruises
  • Die gesamte „Mein Schiff“-Flotte fährt unter der Flagge von Malta, daher gibt es auch keine Umsatzsteuer an Bord
  • Die Reederei hat ihren Firmensitz in Hamburg
  • Bis voraussichtlich 2026 sollen drei neue „Mein-Schiff“-Kreuzer gebaut werden
  • Insgesamt ca. 6.980 Besatzungsmitglieder sind an Bord der Schiffe für Tui Cruises im Einsatz

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Nun ist ein solcher Fall ausgerechnet auf der „Mein Schiff 6“ eingetreten, die noch kürzlich erfolgreich jene erste Tour mit Landgängen in Griechenland durch das Mittelmeer absolvierte. Es wurden mehrere Besatzungsmitglieder positiv auf das Coronavirus gestestet.

Mein Schiff“: Crewmitglieder ohne Symptome

„Am Montagfrüh haben wir von einem externen Labor positive Testergebnisse von zwölf Crew-Mitgliedern der Mein Schiff 6 erhalten“, teilte Tui Cruises in Hamburg mit.

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Die gesamte Besatzung sei in den letzten 14 Tagen nicht auffällig geworden, keines der zwölf Crew-Mitglieder habe Symptome. Die Betroffenen seien an Bord isoliert worden und würden nun an Bord erneut getestet. Stand 16.30 Uhr am Montag seien sechs von zwölf Zweittestergebnissen, die vorliegen, negativ, hieß es von Tui.

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„Aktuell sind keine Tests bei Gästen vorgesehen. Dank der weitreichenden Hygiene-Maßnahmen und Abstandsregeln an Bord gibt es für Gäste und Besatzung keinerlei Grund zur Sorge“, sagt Sprecherin Sabine Lüke auf Anfrage von MOIN.DE.

„Mein Schiff“ 6 im Hafen von Piräus

Griechische Medien berichteten, das Schiff sei am Sonntagabend von der kretischen Hafenstadt Heraklion ausgelaufen. Nach Bekanntwerden der Testergebnisse habe der Kapitän die Reise unterbrochen und vor der kleinen griechischen Insel Milos auf weitere Instruktionen gewartet.

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„Nächster Hafen ist, wie im Fahrplan vorgesehen, Piräus. Alles weitere werden wir entsprechend der Ergebnisse der aktuell laufenden Zweit-Tests bei der Besatzung gemeinsam mit den Behörden entscheiden“, sagt Sabine Lüke.

„Mein Schiff“: Ein Rückfall?

Ist das Ganze ein Rückfall für das Unternehmen, das bislang so gut gestartet war? Laut der Sprecherin nicht:

„Wir haben uns an Land und an Bord sehr sorgfältig auf die Wiederaufnahme von Kreuzfahrten in diesen außergewöhnlichen Zeiten vorbereitet und alle Prozesse mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Neben der Prävention vor und während der Reise, umfangreichen Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln an Bord hat Tui Cruises auch definierte Prozesse für den Fall eines positives Covid-19-Falls an Bord, die jetzt greifen.

Was derweil bei der Konkurrenz von Aida geplant ist und was das Unternehmen wegen der zahlreichen Pannen unternehmen will, kannst du >>> hier nachlesen. (rg mit dpa)