„Mein Schiff“: Corona-Ausbruch an Bord eines Dampfers! Jetzt gibt es diesen Vorwurf

Bei der Abreise wurden mehrere Passagiere der „Mein Schiff 2“ positiv auf Corona getestet (Symbolbild).
Bei der Abreise wurden mehrere Passagiere der „Mein Schiff 2“ positiv auf Corona getestet (Symbolbild).
Foto: imago images / Future Image

Seit Monaten sind zwei Kreuzer der „Mein Schiff“-Flotte auf den Kanaren unterwegs. Damit ist Tui Cruises eine der wenigen Kreuzfahrtreedereien, die überhaupt in See sticht. Ob sich das jetzt ändert?

Denn am Donnerstag kam es auf der „Mein Schiff 2“ zu Unregelmäßigkeiten bei den Corona-Tests der abreisenden Passagiere. Diese müssen gemacht werden, da laut der aktuellen Bestimmungen Personen bereits bei Beginn der Einreise nach Deutschland einen negativen Test vorweisen müssen. Und das hat Folgen.

„Mein Schiff“: Mehrere Personen positiv getestet

Insgesamt vier Personen wurden laut „Kreuzfahrt Aktuelles“ positiv auf das Coronavirus getestet. Umgehend kamen die Passagiere sowie deren Kontaktgruppen in Quarantäne. Dafür wurden sie in ein Hotel in Las Palmas auf der Insel Gran Canaria gebracht.

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Einer von ihnen ist Christian Hattann. Gemeinsam mit seiner 65-jährigen Mutter sowie zwei Mitarbeitern seines Gasthauses in Urdenbach (Nordrhein-Westfalen) war er insgesamt fünf Wochen an Bord der „Mein Schiff 2“.

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Daten und Fakten zu „Mein Schiff“:

  • Insgesamt sieben Kreuzfahrtdampfer zählen zur „Mein Schiff“-Flotte der Reederei Tui Cruises
  • Die gesamte „Mein Schiff“-Flotte fährt unter der Flagge von Malta
  • Die Reederei hat ihren Firmensitz in Hamburg
  • Bis voraussichtlich 2026 sollen drei neue „Mein-Schiff“-Kreuzer gebaut werden

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„Wir werden hier wohl zehn bis zwölf Tage abwarten müssen“, sagt Hattann der „Westdeutsche Zeitung“. Natürlich sei er sich bewusst gewesen, dass auf einer Kreuzfahrt ein gewisses Risiko bestehe, aber das Hygienekonzept von Tui Cruises habe ihn zunächst überzeugt.

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„Mein Schiff“-Passagier äußert Kritik am Hygienekonzept

Doch jetzt äußert Hattann Kritik. Denn er sieht Fehler in der Umsetzung dieses Konzeptes. So sei es immer zu Kontakt mit Menschen am Pool, im Restaurants und auf den Treppen gekommen.

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Außerdem soll einzelnen Passagieren erlaubt worden sein, in einer Apotheke an Land einzukaufen. Normalerweise sind Landgänge nur mit Führung und auf festen Routen möglich.

„Wenn die Regeln natürlich von den Passagieren und dem Personal locker gehandhabt werden, passiert so etwas“, sagt der jetzt unzufriedene Gastronom.

Tui Cruises setzt Kreuzfahrten mit „Mein Schiff“ fort

Tui Cruises hingegen verteidigt sein Hygienekonzept. Auf Nachfrage der „Westdeutsche Zeitung“ heißt es von dem Reiseveranstalter, dass dieser Vorfall ein Beweis für das Funktionieren des Konzeptes sei. Denn das Virus habe sich nicht weiter an Bord ausgebreitet.

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Außerdem zeigten alle Betroffenen keine oder nur leichte Symptone. Sie sollen während der Quarantäne von Tui Cruises betreut werden. Weitere Konsequenzen will das Unternehmen nicht ziehen. Alle übrigen Passagiere konnten ihre Heimreise antreten.

Und: Die „Mein Schiff 2“ ist laut „Kreuzfahrt Aktuelles“ bereits am Freitagabend zu einer neuen Kreuzfahrt aufgebrochen. Dabei sind neben neuen Passagieren auch weiterhin Gäste an Bord, die schon auf der vorherigen Reise dabei waren. (mk)