MV: Frau geht ans Telefon – wenig später sind 300.000 Euro weg

In Mecklenburg-Vorpommern (MV) wurde eine Frau Opfer einer fiesen Betrugsmasche. (Symbolbild)
In Mecklenburg-Vorpommern (MV) wurde eine Frau Opfer einer fiesen Betrugsmasche. (Symbolbild)
Foto: dpa

Ein besonders dreister Betrug hat sich in Mecklenburg-Vorpommern (MV) ereignet.

Mit einem sogenannten Schockanruf haben Trickbetrüger eine Frau im Landkreis Rostock in MV um eine hohe Summe an Geld gebracht.

MV: Fiese Betrugsmasche

Nach Angaben des Polizeipräsidium Rostock rief ein Mann die 86-Jährige an und behauptete dabei, ihr Sohn zu sein. Er habe einen Unfall gehabt und sei in Geldnöten. Deshalb brauche er ihre Hilfe.

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Daten und Fakten zu Mecklenburg-Vorpommern (MV):

  • Mecklenburg-Vorpommern ist das am dünnsten besiedelte deutsche Bundesland
  • 1,6 Millionen Menschen leben in Mecklenburg-Vorpommern
  • Mecklenburg-Vorpommern zählt insgesamt 337 Kilometer Außenküste
  • Mit Heiligendamm hat Mecklenburg-Vorpommern den ältesten Seebadeort Deutschlands (gegründet 1793)
  • In Schwerin, der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern, leben 96.000 Menschen
  • Rostock ist mit über 208.000 Einwohnern die größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern
  • Rügen, die größte Insel Deutschlands, gehört zu Mecklenburg-Vorpommern

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Doch da er selbst nicht zu ihr kommen könne, so der vermeintliche Sohn, würde er einen befreundeten Rechtsanwalt vorbeischicken, um das Geld abzuholen. In der Annahme, es sei der Anwalt ihres Sohnes, händigte die Dame dem ihr unbekannten Mann insgesamt rund 300.000 Euro aus.

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MV: Sehr hohe Schadenssumme

Offenbar hatte sie das Geld bei sich zu Hause und musste es nicht vorher bei ihrer Bank abheben. Erst als die Frau später ihren wirklichen Sohn anrief, flog der Schwindel auf.

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„In der Region sei kein vergleichbarer Fall mit einer derartig hohen Schadenssumme bekannt“, sagte Sophie Pawelke vom Polizeipräsidium Rostock gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur (dpa).

MV: Gruppierungen aus dem Ausland

In der Region um Rostock meldete die Polizei zuletzt fast 40 Trickbetrugsanrufe - an einem Tag. Auch in anderen Landesteile gab es zuletzt Dutzende Anrufe. Dahinter stecken laut Polizei meistens größere Gruppierungen, die von Polen, der Ukraine oder der Türkei aus arbeiteten.

Die Betrüger schauten speziell nach alt klingenden Namen, oft auch nach Frauen.

Aktuell warnt die Polizei in MV vor einer weiteren Gefahr. Denn im Landkreis Vorpommern-Rügen in MV verbreitet sich derzeit ein Kettenbrief über Whatsapp, in dem vor Masken mit Betäubungsmitteln gewarnt wird. >>> Hier erfährst du mehr dazu. (dpa/oa)