MV: Manuela Schwesig mit klarer Ansage zur Corona-Impfung – sie betrifft alle

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.
Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.
Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Am Dienstag beraten die Ministerpräsidenten der Länder über die neuen Corona-Schutzmaßnahmen. Schon vor dem Treffen haben mehrere Politiker Kritik an der Bundesregierung und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ausgeübt. Auch Mecklenburg-Vorpommerns (MV) Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat deutlich Stellung bezogen und eine klare Forderung aufgestellt, die nicht nur das eigene Bundesland betrifft.

Dabei geht es vor allem um die Versorgung mit dem Corona-Impfstoff. Seit der ersten Impfung am 27. Dezember 2020 wurden in Deutschland laut Robert-Koch Institut 316.962 Menschen geimpft (Stand: 5. Januar). Zu wenig, finden viele Politiker. Neben Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch und dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden der FDP, Wolfgang Kubicki, äußerte sich daher auch die MV-Länderchefin Schwesig kritisch.

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MV-Ministerin Schwesig: „Insbesondere ältere Menschen möglichst schnell schützen“

„Deutschland darf im Vergleich zu anderen Ländern bei der Bereitstellung des Impfstoffs nicht hinterherhinken“, sagte Schwesig den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland.

„Wir könnten deutlich mehr Menschen impfen, wenn mehr Impfstoff zur Verfügung stehen würde, um insbesondere ältere Menschen mit einem hohen Risiko möglichst schnell vor dem Coronavirus zu schützen und damit das Gesundheitssystem zu entlasten“, so die SPD-Politikerin gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

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Schwesig spricht sich für Verlängerung der Corona-Maßnahmen aus

In einem Statement am Montag hatte die SPD-Politikerin bereits deutlich gemacht, dass ihre Regierung verschärfte Maßnahmen bis Ende Januar befürwortet. „In Mecklenburg-Vorpommern wird sich für eine Verlängerung zunächst bis Ende Januar aussprechen. Ich bin sehr dankbar, dass es heute im MV-Gipfel sehr breite Unterstützung für diese Linie gab“, sagte Schwesig.

„Die Corona-Zahlen in Deutschland sind nach wie vor sehr hoch. Die Prognosen der Wissenschaftler an der Universität Greifswald zeigen sehr deutlich, dass wir uns großen Gefahren aussetzen, wenn wir jetzt Lockerungen vornehmen”, begründete die MV-Ministerpräsidentin die Entscheidung.

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Daten und Fakten zu Mecklenburg-Vorpommern:

  • Mecklenburg-Vorpommern ist das am dünnsten besiedelte deutsche Bundesland
  • 1,6 Millionen Menschen leben in Mecklenburg-Vorpommern
  • Mecklenburg-Vorpommern zählt insgesamt 337 Kilometer Außenküste
  • Mit Heiligendamm hat Mecklenburg-Vorpommern den ältesten Seebadeort Deutschlands (gegründet 1793)
  • In Schwerin, der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern, leben 96.000 Menschen
  • Rostock ist mit über 208.000 Einwohnern die größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern
  • Rügen, die größte Insel Deutschlands, gehört zu Mecklenburg-Vorpommern

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Auf dem Gipfel am Dienstag beraten die Ministerpräsidenten gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie.

Vor dem Treffen zeichnete sich bereits ab, dass die aktuellen Maßnahmen noch mindestens bis zum 31. Januar verlängert werden sollen. Schulen, Gastronomie, Kulturstätten und andere Einrichtungen würden somit bis Ende des Monats geschlossen bleiben.

Die aktuellen Entwicklungen liest du >>> hier in unserem Blog. (mik)