Norderney: Frau stellt eigentlich harmlose Frage, es entsteht eine Mega-Diskussion – „Sie greifen dich an, wenn...“

Sonnenuntergang auf Norderney.
Sonnenuntergang auf Norderney.
Foto: imago images/Priller&Maug

Es muss eine emotionale Angelegenheit sein, anders lässt sich diese Diskussion über die Insel Norderney nicht erklären.

Und zwar geht es um das Thema Möwen-Füttern. Die Tiere gehören zu Stränden dazu wie das Meer und der Sand. Und sie leben gut von den Menschen, die ihnen etwas zum Fressen hinwerfen oder ausversehen fallen lassen, auch auf Norderney. Aber sollte man die Tiere wirklich füttern?

Norderney: Eine simple Frage

Also fragte eine Frau, die lieber sichergehen wollte, dass sie das Richtige tut, auf Facebook nach: „Da ich es immer wieder beobachte, möchte ich gerne mal eine Frage in den Raum stellen: Möwen füttern – ja oder nein?“

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In kurzer Zeit erhält sie sehr, sehr viele Antworten auf diese so harmlose Frage. Das Ganze entwickelt sich zu einer Riesen-Diskussion.

Viele Menschen auf Norderney mögen Möwen

Manche Menschen haben nichts gegen das Füttern der Seevögel. „Auf Norderney gehören Möwen einfach dazu wie Tauben auf dem Marcusplatz. Ebenso wie dort ist das Füttern (Täter: vorwiegend ältere Damen) ein vertrautes Bild“, schreibt ein Mann. „Natürlich. Am besten Fischbrötchen oder Pommes. Eis wird auch seeehr gerne genommen“, scherzt ein anderer.

Und eine Frau berichtet: „Auf jeden Fall, ,unsere' Möwen erkennen uns immer jedes Jahr wieder und freuen sich.“

Möwen füttern auf Norderney?

Doch die ganz große Mehrheit der Facebook-Nutzer hat eine klare Meinung: „Um Gottes Willen ... auf gar keinen Fall!“

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratmeter
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Und dafür geben die Menschen mehrere gute Gründe an. „Je mehr die von Menschen freiwillig gefüttert werden, desto selbstverständlicher holen sie sich von Menschen doch selbstständig alles mögliche“, warnt ein Mann.

Dreiste Möwen-Attacken auf Norderney

Ein anderer schreibt: „Das Ende ist ja mittlerweile, dass man attackiert wird, wenn man Lebensmittel in der Hand hat.“ Da stimmt eine andere Frau ihm nachdrücklich zu: „Die Viecher (Möwen) werden einfach dreist und frech und klauen einem das Essen vom Tisch oder greifen dich an, wenn du was Essbares in der Hand hast!“

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Und auch für die Möwen selbst sei das Füttern nicht gut: „Sie werden bequem und suchen nicht mehr selber nach ihrer artgerechneten Nahrung, was vor allem im Winter fatale Folgen hat“, befürchtet ein Facebook-Nutzer.

Schutz der Möwen auf Norderney

Zudem wüssten zwar die meisten Menschen, dass solche Dinge wie Toastbrot nicht gesund für die Möwen sind, würden sie aber trotzdem damit füttern.

Das Möwenfüttern würde inzwischen „auf Sylt mit hoher Geldstrafe versehen“, warnt eine Frau – und findet, das „sollte auf Norderney auch eingeführt werden. Genauso ist es mit Wasservögeln im Allgemeinen. Die Tiere werden krank. Sollte mittlerweile jeder begriffen haben!“

Wer also noch Zweifel hatte: Auch, wenn es sich um hübsche Tiere handelt, die den Menschen oft nah auf die Pelle rücken – lieber keine Möwen füttern! (wt)