Norderney will schon bald für Urlauber öffnen! Aber es gibt noch eine große Hürde

Der Strand von Norderney.
Der Strand von Norderney.
Foto: imago images/Priller&Maug

Bei Norderney-Fans haben die aktuellen Beschlüsse des Corona-Gipfels Anfang der Woche für Enttäuschung gesorgt. Urlaub auf der Nordsee-Insel ist an Ostern nicht drin. Nichtsdestotrotz könnte eine Reise an die Küste schon in wenigen Wochen wieder möglich sein.

Denn Norderney und die restlichen ostfriesischen Inseln haben sich als Modellregion für das Bundesland Niedersachen beworben. In diesen Gebieten sollen unter strengen Auflagen erste Lockerungen erprobt werden.

Norderney will begrenzte Anzahl von Gästen zulassen

„Warum nicht modellhaft ausprobieren, was geht?“, fragt der Geschäftsführer der Staatsbad Norderney GmbH in einem Bericht der „Nordwest Zeitung“. Laut dem Artikel eigenen sich die Inseln besonders gut für das Projekt.

+++ Norderney: Zu viele Menschen auf der Insel! Bürgermeister spricht eine Drohung aus +++

Der Zugang ist nur per Fähre (und seit kurzem auch per Flugzeug, >>> hier mehr dazu) möglich und könnte deshalb gut gesteuert werden. In dem Modellversuch soll eine begrenzte Anzahl von Gästen zugelassen werden. Regelmäßige Tests und strenge Hygieneregeln sollen für die Sicherheit sorgen und Erfolg oder Misserfolg messen.

Umgesetzt werden soll das Ganze bereits Mitte April. Gespräche mit der Landesregierung laufen. Noch gibt es einige Hürden zu bewältigen, bevor tatsächlich wieder Urlauber kommen dürfen.

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Das ist Norderney:

  • Norderney ist eine der Ostfriesischen Inseln und liegt in der Nordsee
  • Norderney ist nach Borkum die zweitgrößte Insel dieser Inselgruppe
  • Norderney hat eine Fläche von 26,29 Quadratkilometern
  • Norderney ist eine Düneninsel, die mit der Zeit aus von der Meeresströmung angespültem Sand gewachsen ist

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Das größte Hindernis sind die regelmäßigen Tests. Alle zwei Tage sollen Touristen und Einheimische getestet werden. Damit werden täglich mehrere Tausend Tests erforderlich.

„Robustes Konzept“ für Norderney

Wer dafür aufkommt, wo sie durchgeführt werden sollen und wie die Testpflicht kontrolliert werden soll, sind Fragen, die es zu klären gibt. Doch Ideen scheint es bereits zu geben.

„Mitte März hat Ministerpräsident eine schlüssige Teststrategie für die ostfriesischen Inseln anfragen lassen, die von den Inseln selbst gestützt wird“, berichtet Bürgermeisterin Heike Horn von der Insel Langeoog der „Nordwest Zeitung“.

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Daraufhin hätten die sieben Rathaus-Chefs eine Konzept fürs Testen weiter ausgearbeitet und an die Regierung gesendet. Frank Ulrichs, Bürgermeister von Norderney betont, dass die Modellregion ein „robustes Konzept“ benötige. Klar ist auch, dass die Zahl der Besucher langsam steigen müsse.

Testcontainer auf Norderney

„Wenn wir drei Wochen später wieder aufhören müssten, sollten wir erst gar nicht anfangen“, stellt er klar. Aber auch er sieht für die Test-Pflicht eine Lösung. Er könne sich vorstellen, mehr Testcontainer aufzustellen. Einen davon hat die Reederei Frisa bereits in Betrieb genommen.

Der Bürgermeister von Wangerooge hingegen plädiert dafür, dass Urlauber bereits mit einem negativen PCR-Test anreisen sollten. Wir halten es nicht für möglich, kurz vor Abfahrt einer Fähre mehrere hundert Personen am Hafen zu testen“, sagt er.

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10 Reise-Tipps für die Nordsee:

  • Lütetsburg
  • Cuxhaven
  • Sankt Peter-Ording
  • Wattenmeer, zum Beispiel Neuwerk oder Nordstrand
  • Husum
  • Niedersachsens Küste: Neuharlingersiel, Dangast, Greetsiel
  • Festlandorte in Schleswig-Holstein, zum Beispiel Brunsbüttel
  • Ostfriesische Inseln
  • Sylt
  • Schleswig-Holsteins Nordsee-Inseln (Föhr, Amrum, Helgoland)

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In jedem Fall aber sollen alle ostfriesischen Inseln Teil der Modellregion werden. Eine Arbeitsgemeinschaft hat sich am Donnerstag zum ersten Mal dafür getroffen. Es besteht also in jedem Fall noch Planungsbedarf, der Wille scheint aber da zu sein! (lh)