Nordsee: Auf sie kommen jetzt harte Zeiten zu – „Schmerzhafte Einschnitte“

Fischkutter am Hafen von Buesum an der Nordsee.
Fischkutter am Hafen von Buesum an der Nordsee.
Foto: imago images / Nordphoto

Für die Fischerei hat die Nordsee nicht nur in Deutschland sondern auch in Großbritannien eine wichtige Bedeutung. Bisher konnten deutsche Fischer die Tiere ohne Probleme im gesamten Nordsee-Gebiet fangen.

Doch durch den Brexit wird sich das künftig ändern – eine gewaltige Herausforderung für die Branche. Denn es werden „fast sämtliche unserer Heringsfänge und über die Hälfte der Makrelenfänge in der Nordsee in britischen Gewässern gefangen“.

Nordsee: Handelspakt mit Großbritannien

Das geht aus Angaben von Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) hervor. Am Heiligabend hatten sich die EU und Großbritannien nach langwierigen Verhandlungen auf einen Brexit-Handelspakt geeinigt.

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Damit ist ein harter wirtschaftlicher Bruch zum Jahreswechsel in letzter Minute abgewendet worden.

Das Abkommen soll die Beziehungen zwischen der Insel und dem Kontinent ab Januar 2021 neu aufstellen und umfasst unter anderem auch den Fischfang.

Kompromiss für Fischer in der Nordsee

Der Zugang von EU-Fischern zu britischen Gewässern war in den Verhandlungen ein letzter Knackpunkt.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Der Kompromiss sieht vor, dass in der Übergangsphase EU-Fischer in britischen Gewässern 25 Prozent weniger fischen dürfen. Anschließend soll die Quote jährlich festgelegt werden.

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Nordsee: „Schmerzhafte Einschnitte“

Ministerin Klöckner hob hervor, dass es durch die Einigung mit der Übergangszeit von fünfeinhalb Jahren „zumindest eine gewisse Planungssicherheit“ gebe.

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Allerdings ist auch klar: „Für die Fischerei bedeutet das Ergebnis schmerzhafte Einschnitte – zukünftig muss auf einen Teil der Fänge in der Nordsee verzichtet werden.“

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Deshalb will sie den deutschen Fischern Unterstützung zusichern, „ihnen in dieser schwierigen Lage unter die Arme greifen.“ Und weiter: „Mit Blick auf 2026 wird es wichtig sein, eine langfristige Lösung zu finden.“ (dpa/lh)

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