Nordsee: Dreister Ferienhaus-Betrug aufgedeckt – Vorsicht vor dieser Fake-Masche!

An Nord- und Ostsee gab es einen Betrug mit Ferienhäusern (Symbolbild)
An Nord- und Ostsee gab es einen Betrug mit Ferienhäusern (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Panthermedia

Der „Verband Deutscher Ferienhausagenturen (VDFA)“ warnt aktuell vor Betrugsfällen zu Websites, die Feriendomizile in Deutschland, zum Beispiel an Nordsee und Ostsee, anpreisen.

Diese sollen auf ferienhauspartner.com und ferienhauspartner.co angeboten worden sein. Beide Seiten mit den falschen Nordsee- und Ostsee-Angeboten sind mittlerweile nicht mehr erreichbar (Stand Donnerstagmittag, 18. Februar 2020).

Nordsee: Angaben gefälscht

Laut des VDFA gingen täglich Betrugsmeldungen ein. Recherchen ergaben jedoch, dass sämtliche Firmenangaben gefälscht gewesen seien.

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Die im Impressum angegeben Adresse gehöre einer ahnungslosen Privatperson, die Fotos und Informationen der angebotenen Häuser seien größtenteils von einem Onlineportal mit Sitz in Bremen kopiert worden.

Ein Mann habe bei der VDFA seinen Verdacht gemeldet, weil er bei einem Angebot stutzig wurde. Gesamtkosten eines Hauses lagen bei 2170 Euro, davon sollte er Ganze 50 Prozent der Rechnungssumme innerhalb von sieben Tagen und die restlichen 50 Prozent bis 30 Tage vor Anreise zahlen. Bei 100 Prozent Anzahlung hätte er einen Rabatt von 10 Prozent bekommen.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Nordsee: Viele auf Masche reingefallen

„Gut, dass Herr H. misstrauisch wurde und nach dem Telefonat mit uns Abstand von der Buchung genommen hat“, sagt Monika Kowalewski, die Präsidentin des VDFA. „Erlaubte Anzahlungen bewegen sich zwischen 20 bis 30 Prozent des Mietpreises und werden als Anzahlung bei Buchung für zulässig gehalten. Eine Gesamtvorauszahlungspflicht gibt es nicht. Darauf sollten Buchende unbedingt achten.“

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Viele Urlauber seien auf die Masche hereingefallen, oft um den Rabatt zu erhalten. Ist das Geld erstmal geflossen, hat man oft keine Chance mehr, es wiederzubekommen.

„Leider kommt diese Betrugsmasche jedes Jahr immer wieder aufs Neue vor. Den Aufbau der Webseite haben wir bereits im vergangenen Jahr bei einer Betrugsseite für Mallorca/Ibiza und der Toskana wiedererkannt", so Monika Kowalewski.

Nordsee: Böse Erwachen kommt wohl oft noch

Der VDFA rät auf alle Fälle jeden Betrug zur Anzeige zu bringen. Weitere Tipps: seriöse Homepages zur Vermietung haben in der Regel aktuelle Belegungskalender zu den Häusern veröffentlicht oder es gibt Erfahrungsberichte/Gästebücher. Eine seriös arbeitende Agentur sei außerdem persönlich erreichbar, auch in Corona-Zeiten.

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„Wir gehen davon aus, dass die meisten Urlauber für den Sommer oder frühestens Pfingsten über die Betrugsseite gebucht haben und sich derzeit noch keine Gedanken machen, ob mit ihrem gebuchten Ferienhaus eventuell etwas nicht stimmt. Bei vielen wird der Schreck erst noch kommen. Im schlimmsten Fall suchen sie dann vor Ort vergeblich ihr Haus", sagt Monika Kowalewski.