Nordsee: Gemeinde geht jetzt DIESEN Schritt – es sorgt für Kritik! „Kein Verständnis“

Der Bürgermeister der Gemeinde an der Nordsee sieht dies aufgrund der Erfahrungen in den letzten Wochen als notwendig an (Symbolbild).
Der Bürgermeister der Gemeinde an der Nordsee sieht dies aufgrund der Erfahrungen in den letzten Wochen als notwendig an (Symbolbild).
Foto: imago stock&people

Büsum. Für viele Menschen in Deutschland kommt ein Urlaub an weit entfernten Orten wegen der anhaltenden Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht in Frage. Stattdessen weichen sie immer wieder an die Strände der Ost- und Nordsee aus. Die können sich vor Touristen teilweise kaum noch retten.

Auch Büsum in Schleswig-Holstein ist davon betroffen. Der hohe Besucherandrang führte dazu, dass die Ortschaft an der Nordsee in den vergangenen Wochen maßlos überfüllt war. Besonders am Strand oder in der Fußgängerzone tummelten sich viele Menschen. Jetzt zieht die Gemeinde die Reißleine.

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Nordsee: Neue Regel wird eingeführt

In der Fußgängerzone des Ortes wird es künftig eine Maskenpflicht geben. Dieser Schritt ist notwendig, weil an die Einhaltung der Hygieneregeln oder des Mindestabstandes zuletzt kaum zu denken war.

Das teilte Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje dem NDR mit. Seit Freitag, den 31. Juli, gilt die Regel zunächst einmal bis zum 7. August.

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Hintergrund für diese Maßnahme sei laut des Bürgermeisters, dass es in der Alleestraße und in der Hohenzollernstraße immer wieder zu großen Ansammlungen von Menschen komme. Der Mindestabstand könne zum Teil nicht eingehalten werden. „Wir können das einfach nicht gewährleisten“, sagte Lütje.

Nicht jeder mit der Maßnahme an der Nordsee zufrieden

Auf Facebook gab es für die Einführung der Maskenpflicht in Büsum Kritik: „Nun, dann weiß ich auch, wohin ich nicht gehen werde. Masken im Freien...“, schreibt ein Mann wütend. Er erhält dafür viel Zustimmung.

„Lächerliche Panikmache!“, fasst ein anderer seine Meinung zu der neuen Regel zusammen.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Und auch eine Frau kann die neue Maßnahme nicht nachvollziehen: „Bei den Demonstrationen mit zigtausend Menschen auf engstem Raum ist auch nichts passiert“, schreibt sie. „Sorry, im Freien habe ich kein Verständnis dafür. Ich liebe Büsum, aber jetzt ist es keine Option mehr.“ Auch für diesen Kommentar gibt es viel Zuspruch.

Einige finden die Maskenpflicht an der Nordsee auch gut

Genauso viele Menschen sind aber auch der Ansicht, dass das Tragen einer Maske an überlaufenen Stellen die richtige Maßnahme sei. „Immerhin ein Urlaubsort, in dem man sich kümmert!“, schreibt eine Frau. „In Laboe gab es heute wieder eine lange Warteschlange vor dem U-Boot, ohne Abstandseinhaltung und niemanden kümmert es.“

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Eine andere Frau hat eine ähnliche Ansicht. „Völlig richtig und notwendig. Wer wirklich dortgewesen ist und beobachtet hat, wie da gedrängelt wird, kann das nur befürworten.“

Im Kreis Dithmarschen, in dem auch Büsum liegt, gab es zuletzt einen starken Zuwachs an Corona-Fällen. Die Kreisverwaltung in Heide hat am Mittwoch 44 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen gemeldet.

Für die Kreisstadt Heide kündigte der Landrat strenge Kontaktbeschränkungen an. >> Hier kannst du mehr dazu lesen. (kf)