Nordsee: Hochgiftiges Tier sticht Menschen – Warnung für den Strand

Vorsicht am Nordsee-Strand! Ein kleines Wesen hat es auf die Menschen abgesehen
Vorsicht am Nordsee-Strand! Ein kleines Wesen hat es auf die Menschen abgesehen
Foto: imago images/spfimages

An der Nordsee gibt es ein gefährliches Tier, von dem viele noch nie gehört haben dürften. Aber: Immer mehr Menschen machen unangenehme Bekanntschaft mit dem kleinen Ding.

Wenn man die Gefahr kennt und sich informiert, gibt es für Nordsee-Touristen und Wattwanderer aber einen einfachen, effektiven Schutz.

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Nordsee: Achtung, gefährliches Tier!

An der Nordsee werden in diesem Sommer vermehrt Stiche des giftigen Fisches „Petermännchen“ verzeichnet. Die 15 bis 50 Zentimeter langen Fische mit giftigen Stacheln graben sich zum Laichen im flachen Wasser im Meeresboden ein. Sie zählen zu den giftigsten Tieren Europas.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Das Giftinformationszentrum Nord in Göttingen berichtet, dass schon fast 30 Anfragen wegen Stichen des Petermännchens eingegangen seien. Üblich seien etwa 40 Anfragen für ein ganzes Jahr, sagte der Leiter der Einrichtung, Martin Ebbecke.

Nordsee-Insel besonders betroffen

Besonders viele Fälle scheint es auf der Insel Wangerooge zu geben. „Wir haben eine leichte Häufung gehabt“, bestätigte der Leiter der DRK-Wasserwacht auf der Insel, Jonny Mählmann, der dpa.

Er sprach von fünf bis sechs Fällen, während es sonst auf Wangerooge nur zwei oder drei im Jahr seien.

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Tipp für Nordsee-Besucher

Ebbecke nannte zwei typische Wege, wie Menschen von dem Fisch gestochen werden. Wattwanderer oder Schwimmer treten im Flachwasser auf die versteckten Petermännchen. „Dagegen helfen Badeschuhe“, sagte Ebbecke.

Manchmal landet der Fisch bei Anglern im Netz oder am Haken. Sie verletzen sich an den Stacheln, wenn sie das Tier anfassen.

Arztbesuch nach Begegnung mit Nordsee-Tier

Der Stich des Petermännchens führt zu einem stechenden Schmerz, starken Gelenkschmerzen und Schwellungen. Im schlimmsten Fall kann es zu einem allergischen Schock und Herzstillstand kommen. Es seien aber keine Todesfälle durch Petermännchen bekannt, sagte Ebbecke. Eine Behandlung durch den Arzt sei aber notwendig.

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So gefährlich das Petermännchen ist, gilt es auch als schmackhafter Speisefisch. Vor der Verarbeitung müssen die Giftstacheln auf dem Rücken und an den Kiemen jedoch sorgfältig entfernt werden. (dpa/wt)