Nordsee: Irres Fundstück! Mädchen entdeckt ein Tier, das schon lange als ausgestorben gilt

Beerentang vor Amrum, Föhr oder Sylt in Nordsee könnte eine Chance für die Rückkehr des Lebewesens sein (Symbolbild).
Beerentang vor Amrum, Föhr oder Sylt in Nordsee könnte eine Chance für die Rückkehr des Lebewesens sein (Symbolbild).
Foto: imago images / Carsten Dammann

Eine sehr seltene Entdeckung hat ein junges Mädchen am Nordsee-Strand von Cadzand-Bad gemacht. Dort fand sie ausgerechnet ihr Lieblingstier – das Seepferdchen. Und das ist hier alles andere als normal.

Denn seit den 1930er-Jahren gelten die Tiere in der Nordsee als ausgestorben. Gibt es vielleicht die Chance auf ein Comeback?

Nordsee: Seepferdchen haben es gerne warm

Laut eines Berichts der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) sollen die Seepferdchen vor allem in den Niederlanden ab und zu gesichtet werden. Aber auch schon auf den Inseln Norderney oder Juist.

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Eine mögliche Erklärung dafür, dass Seepferdchen jetzt häufiger in der Nordsee gesichtet werden, könnten die höheren Meerestemperaturen sein. Denn die Tiere bevorzugen warmes Wasser.

Laut der „FAZ“ gehen Biologen vom Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer aber davon aus, dass die gefundenen Seepferdchen eher durch Strömungen über den Ärmelkanal in die Nordsee verdriftet worden sind.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Denn dort mangele es nach wie vor an geeigneten Seegraswiesen, dem natürlichen Lebensraum der Meeresbewohner. Wegen eines Pilzbefalls in den 30er Jahren soll sich das Seegras vor der deutschen Küste einst stark zurückgezogen haben.

Nordsee: Chance im Beerentang

„Unsere Beobachtungen zeigen, dass sich die Seegraswiesen im nördlichen Wattenmeer wieder deutlich ausdehnen“, sagt zwar Christian Buschbaum von der Wattenmeerstation Sylt des Alfred-Wegener-Instituts der „FAZ“.

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Da sich der überwiegende Teil der Seegraswiesen aber in Bereichen befinde, die bei Niedrigwasser trockenfallen, erwarte er hier trotzdem keine Rückkehr des Seepferdchens.

Eine Chance sieht er aber für Gebiete im Watt, in denen sich Japanischer Beerentang breitgemacht hat.

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Zum Beispiel vor Amrum, Föhr oder Sylt. „Wir beobachten eine Funktionsübernahme, auch heimische Tierarten profitieren zunehmend von diesen neuen Algenwäldern.“ Der Beerentang könne auch eine Chance für das Seepferdchen sein.

Algenwälder als Chance für die Nordsee

„Es kommen Organismen vor, die sonst im Wattenmeer nur beschränkt verbreitet sind.“ Weiteren Forschungen werden bald zeigen, ob das Seepferdchen hier wirklich wieder heimisch wird oder ob es bei den vereinzelten Funden bleibt.

Einen weiteren machte jedenfalls kürzlich auch ein Junge auf der Nordsee-Insel Borkum. „Wir kamen gerade von einer Bootstour“, sagte er der „Deutschen Presse Agentur“. „Manchmal gehe ich keschern, um kleine Fische zu fangen.“ Hin und wieder fischt Aike damit auch Müll aus dem Wasser.

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Doch dieses Mal lagen weder Plastikteilchen noch alte Zigaretten in seinem Netz. Stattdessen erkannte er in seinem Kescher ein kleines Seepferdchen.

Es lebte sogar noch! Zusammen mit seinem Vater brachte es der Junge daher zu einem Ehepaar, das auf Borkum ein großes Aquarium betreibt. „Ein paar Tage später wurde ein Becken eingerichtet für das Seepferdchen“, erzählt der Junge. Dort können es sich jetzt auch andere Leute ansehen. (rg)