Nordsee: DAS solltest du an der Küste gerade auf keinen Fall tun!

Eine Sache sollten Spaziergänger an der Nordsee gerade auf keinen Fall tun.
Eine Sache sollten Spaziergänger an der Nordsee gerade auf keinen Fall tun.
Foto: imago images/Priller&Maug

Die Geflügelpest im schleswig-holsteinischen Wattenmeer und auch an der Nordsee in Niedersachsen breitet sich immer weiter aus. In der Wattenmeerregion wurden mehr als 8.000 verendete Wildvögel gefunden, wie das Landesministerium für Umwelt und Landwirtschaft am Freitag in Kiel mitteilte. Auch im Binnenland breite sich die sogenannte Vogelgrippe weiter aus.

An der Nordsee in Niedersachsen wurden zuletzt besonders viele tote Tiere am Jadebusen und vor den Ostfriesischen Inseln Norderney und Borkum entdeckt (MOIN.DE berichtete).

Nordsee: WWF ist besorgt

Die Umweltschutzorganisation WWF zeigte sich besorgt. Der Ausbruch der Vogelgrippe im Wattenmeer habe inzwischen nie dagewesene Dimensionen erreicht.

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Bei den im Wattenmeer tot aufgefundenen Wildvögeln, die mit großer Wahrscheinlichkeit an der Vogelgrippe erkrankt waren, handle es sich vor allem um Nonnengänse und Pfeifenten, aber auch Seeadler oder Wanderfalken seien darunter.

Die gegenseitige Ansteckung bei den Nonnengänsen und Pfeifenten wird dem WWF zufolge wahrscheinlich dadurch erleichtert, dass sie sich in großen Trupps eng beieinander aufhalten.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Nordsee: Seuche breitet sich aus

Seit Ende Oktober werden dem für Tierseuchen zuständigen Friedrich-Löffler-Institut (FLI) täglich Fälle von Geflügelpest gemeldet. Die Funde stammen überwiegend aus dem Bereich der schleswig-holsteinischen Wattenmeerküste und der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern, aber auch aus Brandenburg und Niedersachsen.

Die nachgewiesenen Virustypen sind für Menschen nach den bisherigen Erkenntnissen ungefährlich, für Vögel jedoch in der Regel tödlich. Trotzdem sollten die Tiere auf keinen Fall angefasst und zudem Abstand gehalten werden.

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Seit Anfang November tritt die Erkrankung auch in Geflügelbeständen auf. Bis zum Mittwoch waren in Deutschland zehn Geflügelbetriebe betroffen, darunter auch ein Putenbetrieb mit mehr als 16.000 Tieren und ein Betrieb mit mehr als 50.000 Legehennen.

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Das FLI hatte bereits Anfang Oktober darauf hingewiesen, dass im Herbst mit den Zugvögeln auch Infektionen von Wildvögeln mit Geflügelpest - auch bekannt als Vogelgrippe – auftreten können. (dpa)