Nordsee: HIER gibt es extrem niedrige Corona-Infektionszahlen – die Erklärung der Stadt überrascht

In Ostfriesland an der Nordsee verzeichnet ein Ort besonders wenige Corona-Fälle.
In Ostfriesland an der Nordsee verzeichnet ein Ort besonders wenige Corona-Fälle.
Foto: imago images / Priller&Maug

Mehr gute Nachrichten, die kann in diesen harten Zeiten jeder gebrauchen. Und es gibt sie, diese positiven Meldungen – zum Beispiel direkt an der Nordsee in Ostfriesland. Denn dort gibt es einen Ort, der sonst medial eher selten im Fokus steht. Derzeit führt er allerdings ein ganz besonderes Ranking anführt. Von unten jedenfalls. Und das ist in diesem Fall sehr erfreulich.

Es geht um die Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) mit den meisten Corona-Infektionen innerhalb der letzten sieben Tage. An deren unterem Ende befindet sich der Nordsee-Ort Wilhelmshaven, der im erweiterten Sinne zu Ostfriesland gezählt wird. Und es scheint, als wäre man in der Stadt selbst ein bisschen erstaunt über die Zahlen.

Nordsee: Unglaublich niedriger Wert

Der Inzidenzwert im Stadtkreis Wilhelmshaven lag am Donnerstag bei unglaublich niedrigen 15,8 Fällen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Der Ort mit knapp 80.000 Einwohnern führt im RKI-Ranking die Region Ostfriesland an, die derzeit mit bemerkenswerten Zahlen glänzt.

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Denn neben Wilhelmshaven reihen sich in der Liste der Stadtkreis Emden (20,0), der Landkreis Leer (26,9) und der Landkreis Aurich (29) ein. Was die Fallzahlen angeht, sind das aktuell in Deutschland die absoluten Musterschüler.

Aber: treten erstmal gewisse Infektionsketten auf, kann es natürlich ganz schnell in eine andere Richtung gehen mit der hochinfektiösen Krankheit.

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Doch aktuell gibt es in Ostfriesland viel Grund zur Freude. In Wilhelmshaven kann man sich die gute Lage überraschenderweise selbst nicht so ganz erklären.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Nordsee: Erklärung schwierig

„Ehrlicherweise tun wir uns schwer mit einer Erklärung – wie schnell sich die Lage ändern kann, haben die vergangenen Monate ja immer wieder gezeigt“, sagt Stadt-Sprecherin Julia Muth.

„Aktuell lässt sich zumindest sagen, dass Wilhelmshaven sehr viele Personen hat, die schon als Familienangehörige in Quarantäne waren, zum Teil mehr als sieben Tage. Diese zählen nach Vorliegen eines positiven Testergebnisses dann als Fall, aber nicht mehr in die 7 Tage-Inzidenz, weil durch die Feiertage und die wenigen Testmöglichkeiten zwischen Krankheitsbeginn und positivem Testergebnis mehr als 6 Tage liegen.“

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Nur eine Momentaufnahme also durch das Feiertags-Wirrwarr? Das wird sich jetzt bald zeigen. Immer wieder wurde zuletzt darauf hingewiesen, dass sich erst in den nächsten Wochen abzeichnen werde, wie sich das Feiertagsgeschehen auswirkt und wie die Infektionslage sich tatsächlich darstellt.

Nordsee: Wilhelmshaven löst Rostock ab

Vor Wilhelmshaven hatte ein Ostsee-Ort das RKI-Ranking immer wieder von unten angeführt: Rostock. Dort ist der Inzidenzwert allerdings seitdem von 26,8 am 28. Dezember auf 44,9 am 7. Januar gestiegen. Mehr dazu liest du >>> hier.