Nordsee: Protest gegen den Lockdown – SIE klagen vor Gericht

Keine Menschenseele an der Nordsee.
Keine Menschenseele an der Nordsee.
Foto: imago images/Priller&Maug

Schotten dicht! Im Teil-Lockdown müssen viel Unterkünfte an der Nordsee für mindestens vier Wochen schließen. Denn Urlaubsreisen an die Küste sind untersagt.

Die meisten Touristen mussten bereits von der Nordsee abreisen. Inzwischen liegen jedoch Klagen gegen die Beschränkungen vor.

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Nordsee: Urlauber müssen abreisen

Für viele Orte an der Küste, die bekanntlich vom Tourismus leben, ein herber Schlag. Einige Unterkünfte, wie das Hotel „Wyn“ auf Sylt, fürchten bereits jetzt um ihre Zukunft (MOIN.DE berichtete).

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Bis Montag mussten alle Urlauber von der Nordsee abreisen, lediglich für die Inseln und Halligen gilt eine Sonderfrist bis zum 5. November.

Unterkunft von der Nordsee erhebt Einspruch

Die Einschränkungen und die damit verbundene Unsicherheit wollen einige Besitzer von Ferienanlagen nicht hinnehmen und haben Klage erhoben.

Beim Oberverwaltungsgericht in Schleswig-Holstein sind bereits drei Anträge eingegangen. Einer davon kommt von einer Gesellschaft, die auf der Insel Sylt 24 Ferienwohnungen betreibt, wie eine Gerichtssprecherin am Montag in Schleswig mitteilte.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Der zuständige Senat solle möglichst noch im Laufe der Woche darüber entscheiden.

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Auch im Urlauber-Bundesland Mecklenburg-Vorpommern sind mehrere Klagen beim Oberverwaltungsgericht in Greifswald eingegangen.

Leben an der Nordsee und Ostsee runtergefahren

Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hatte am Sonntag beschlossen, das öffentliche Leben zur Eindämmung der Corona-Pandemie in weiten Teilen wieder herunterzufahren.

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Die neue Verordnung gilt seit Montag. Sie beinhaltet drastische Beschränkungen der Kontakte auf zehn Personen, die Schließung von Gaststätten, Theatern, Kinos, Tierparks und Fitnessstudios. Hotels, Pensionen oder auch Ferienwohnungen wurden grundsätzlich für touristische Übernachtungen geschlossen.

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Die von der Regierung beschlossene Verordnung gilt bis einschließlich 29. November.

Nordsee: Dehoga klagte nicht selbst

Dass touristische Übernachtungsangebote im Inland im November verboten werden, hatte Kritik in der Branche hervorgerufen.

Auf juristische Schritte gegen die neuen Corona-Maßnahmen wollte der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Schleswig-Holstein aber verzichten, wie Verbandspräsident Axel Strehl sagte.

„Vor Gericht klagen könnten ohnehin nur einzelne Betriebe“, sagte Strehl. „Und diese Betriebe würden vermutlich dann auch nicht die staatlichen Hilfen von bis zu 75 Prozent des November-Umsatzes von 2019 erhalten.“ Die Politik wolle die schnelle Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. Er selbst traue sich kein fachliches Urteil zu, welche Maßnahmen hierfür die richtigen seien, sagte Strehl. (dpa/lh)