Nordsee: Verrückter Plan – starten mitten im Wasser bald Raketen ins All?

Starten von der Nordsee bald Raketen ins All (Symbolfoto)?
Starten von der Nordsee bald Raketen ins All (Symbolfoto)?
Foto: imago images/Priller&Maug & imago images/Xinhua

Wird in der Nordsee der Grundstein für ein Mega-Projekt gelegt?

Dass Milliardär und SpaceX-Gründer Elon Musk auf den Mars will, sollte vielen Menschen mittlerweile bekannt sein. In der letzten Woche twitterte er, dass sein Unternehmen jetzt schwimmende Raketenstartplätze bauen wolle, die Hyperschallreisen zum Mond und Mars sowie um die Erde ermöglichen sollen. Ein solcher Startplatz könnte bald auch in der Nordsee entstehen!

Nordsee: Auch andere Unternehmen verfolgen die Idee

Diese Idee wird nämlich von der deutschen Wirtschaft verfolgt und unterstützt.

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„Eine deutsche Offshore-Startplattform für kleine Trägerraketen ist technisch machbar, strategisch und wirtschaftlich sinnvoll“, sagt Matthias Wachter vom Bundesverband der Industrie (BDI) dem „Weser Kurier“. Interessenten für ein solches Vorhaben seien ebenfalls da, heißt es weiter.

Mit der Rocket Factory Augsburg, Isar Aerospace und Hyperpulse gebe es drei Start-Ups in Deutschland, die sogenannte „Micro Launcher“, also kleine Raketen, entwickeln. Ihnen fehle nur noch der passende Startplatz für das Projekt.

Nordsee wird untersucht

Das Bundeswirtschaftsministerium lässt derzeit untersuchen, ob die Nordsee ein geeigneter Standort für ein solches Vorhaben ist. Auch die Rocket Factory Ausburg hat sich bereits auf eigene Faust zwei Startplätze im nördlichen Meer etwas genauer angeschaut.

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Aus einer Studie, die dem „Weser Kurier“ vorliegt, geht hervor, dass sich die Nordsee tatsächlich gut eignet, um Raketen in die polare und die sonnensynchrone Umlaufbahn zu bringen.

Mehrere Entwürfe für das Projekt

„Offshore-Plattformen haben den Vorteil, dass sie optimal für den Start ausgerichtet werden können“, sagt Wachter. Wie genau das Projekt später einmal aussehen soll, ist noch nicht bekannt.

Jedoch gibt es mehrere Ansätze. Beispielsweise könnte die Weltraum-Startbahn wie eine festverankerte Bohrinsel im Meer errichtet werden. Nach diesem Vorbild hat Italien bis zum Jahr 1988 eine solche Einrichtung vor der Küste Kenias betreiben.

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Ein anderer Entwurf sieht vor, die Kleinraketen von einer schwimmenden Insel ins All zu schießen. China habe das bereits vergangenes Jahr auf diese Weise gemacht.

Eine dritte Möglichkeit ist es die Raketen von einem Errichterschiff in das Weltall zu befördern. Bei diesen Schiffen handelt es sich um riesige Arbeitsschiffe, die mit einem Kran und starken Motoren ausgestattet sind. Sie sind häufig im Einsatz, um Offshore-Windkraftanlagen aufzubauen.

Politik muss reagieren

Nun sei es an der Politik zu reagieren. Zu lange sollten Politiker aber nicht warten, sagt Wachter dem „Weser Kurier“. Denn auch in anderen Ländern, wie Schweden oder Schottland gebe es solche Bestrebungen.

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Auch die Azoren, eine Inselgruppe im Atlantik, die zu Portugal gehört, sei im Gespräch.