Nordsee: Heftiger Sturm fegt über die Küste – und er hört nicht auf

Sturm „Ignatz“ fegte über die Nordsee.
Sturm „Ignatz“ fegte über die Nordsee.
Foto: IMAGO / Bernd März

Da kommt stellenweise einiges zu auf die Menschen an der Nordsee und im Binnenland! Über Hamburg und Schleswig-Holstein fegt regnerisches und stürmisches Wetter.

Auch einzelne starke Gewitter mit Sturmböen sind laut Deutschem Wetterdienst (DWD) vor allem nördlich des Nord-Ostsee-Kanals möglich. Weil an der Nordsee ebenfalls mit Sturmböen gerechnet wird, stellen sich die Menschen auf den Inseln auf alles ein.

Nordsee: Sturmtief „Ignatz“ bringt raues Wetter

Schuld daran ist Sturmtief „Ignatz“. Laut DWD könnte es am Donnerstag mit „geringer Wahrscheinlichkeit" zu Böen bis 110 km/h kommen.

Und am Freitag geht es weiter: Der Tag beginnt zunächst stark, später wechselnd bewölkt, zu Beginn häufig Schauer und einzelne Gewitter, zum Abend hin abschwächend. Höchstwerte 9 bis 11 Grad. Dabei weht frischer bis starker Nordwestwind, an den Küsten teils schwere Sturmböen, im Binnenland abends nachlassend.

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Das Bundesländerübergreifende Hochwasserportal vermeldet für die Nordseeküste vor allem über die Pegel getretenes Wasser. Gewarnt wurde vor allem für Cuxhaven vor einer leichten Sturmflut.

Vor allem im Harz seien reihenweise Bäume umgeknickt, einige fielen auf Straßen, sagte Friedhart Knolle vom Nationalpark Harz am Donnerstagvormittag. „Jetzt in den Wald zu gehen, ist absolut unverantwortlich. Auch wenn der Sturm abgeflaut ist, dann können Bäume noch jederzeit umfallen“, warnte Knolle.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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In Sankt Peter-Ording (SPO) in Schleswig-Holstein stand das Wasser bereits Mittwoch höher als normal. Hier werden bis Freitag Parkplätze gesperrt.

„Das Hauptsturmfeld ist nun schon nach Osten abgezogen, Richtung Mecklenburg-Vorpommern und Ostsee raus. Es bleibt aber stürmisch“, sagte DWD-Meteorologe Karsten Kürbis.

Wichtige Hinweise für Sturmböen an der Nordsee

Auch in einer Facebook-Gruppe der ostfriesischen Insel Borkum wird über das Sturmtief diskutiert. Eine Frau fragt um Rat, ob es etwas zu beachten gebe, wenn man in einem Hotel direkt am Meer wohne.

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Daraufhin gibt es den Hinweis, besser die Fenster fest verschlossen zu halten – insbesondere zur Seeseite. Und natürlich kommt die norddeutsche Weißheit zur Sprache: „Sturm ist erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben.“

Sturmböen an der Nordsee auch am Donnerstag

Viele gehen nämlich davon aus, dass es sich nur um ein „büschn Wind“ handeln wird und sind der Ansicht, dass „das Meer bei Sturm zu sehen ein Naturschauspiel ist, was seine Faszination hat.“

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Dennoch sollte das Sturmtief besonders an der Nordsee natürlich nicht unterschätzt werden. Wer das Meer beobachten möchte, soll dies aus entsprechender Entfernung tun. (mk mit dpa)