Nordsee: Schlechte Nachrichten für den Oster-Urlaub – doch es gibt diesen Plan

Cuxhaven: Nordseestrand mit Strandkörben
Cuxhaven: Nordseestrand mit Strandkörben
Foto: IMAGO / imagebroker

Viele Menschen sind angesichts der sich oft ändernden Corona-Verordnungen verunsichert. Touristische Übernachtungen bleiben auch zu Ostern weiterhin überall im Land verboten, was zu großer Enttäuschung und Unverständnis bei Tourismusvertretern an der Küste geführt hat (MOIN.DE berichtete). Doch was ist mit einem Tagesausflug an die Nordsee?

Trotz des anhaltenden Lockdowns möchte Niedersachsen keinen Tagestourismus verbieten. Am Ende aber entscheiden die Landkreise der beliebten Nordsee-Orte.

Nordsee-Orte mit unterschiedlicher Meinung zu Tagestouristen

So sind beispielweise Tagesausflügler in Bremerhaven ausdrücklich willkommen. „Sie können am Deich entlang gehen, Picknick machen und Schiffe gucken“, sagte der Sprecher der Stadt, Volker Heigenmooser. Auch der Zoo am Meer wird geöffnet sein, Zutritt gibt es mit vorheriger Anmeldung.

In Norddeich stellen sich die Touristiker ebenfalls auf Tagesausflügler ein. „Wir erwarten schon, dass mehr Urlauber zu Ostern kommen werden“, sagt die Sprecherin des Tourismus-Service Norden-Norddeich. Vielmehr als ein Strandspaziergang werde für die Gäste aber kaum möglich sein, da alle touristischen Einrichtungen geschlossen blieben.

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Der Landkreis Cuxhaven plant hingegen, den Tagestourismus zu untersagen. „Wir wollen unsere Mitmenschen schützen“, sagte der Sprecher der Stadt Cuxhaven, Marcel Kolbenstetter. Zuletzt sei der Zulauf am Strand an den Wochenenden mit gutem Wetter sehr stark gewesen.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Noch unklar sei, was für die Zweitwohnungsbesitzer und die Dauercamper an Ostern gelten werde. Stattdessen wird auf die Zeit danach geschielt: „Wir hoffen, dass wir die Saison nach Ostern mitnehmen können.“

Nordsee: Dehoga-Verband hätte gerne geöffnet

Laut des ersten Vorsitzenden des Dehoga-Verbands aus Cuxhaven, Kristian Kamp, hätte man gerne schon Vermietungen und Gastronomie zu Ostern geöffnet, wenn es möglich gewesen wäre.

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„Wir sind im engen Austausch mit der Stadtverwaltung. Es geht hauptsächlich um leidende Vermieter und Gaststätten. Wir sind alle mit unserer Demut und Zuversicht am Ende nach dem fünften Monat im Lockdown. Wir würden uns auf unsere Gäste freuen", sagt er zu MOIN.DE.

„Allerdings steht die Corona-Krise dem entgegen. Also haben wir noch ein gewisses Rest-Verständnis. Der Sommer letzten Jahres konnte den Lockdown noch kompensieren. Diesen drei Mal so lang andauernden Lockdown kompensieren, wird schweirig. Wir sind kurz davor, dass uns die Luft ausgeht."

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Nordsee: Subjektive Enttäuschung

Objektiv könne man die Einschränkungen wegen der steigenden Corona-Zahlen natürlich verstehen. „Subjektiv sind wir aber enttäuscht", so Kristian Kamp. Ein Urlaub im Ferienhaus sei sicherer als ein volles Flugzeug nach Mallorca.

Um immerhin nach Ostern wieder öffnen zu können, hat Cuxhaven einen Plan: Der Landkreis will sich als Modellregion bewerben, um nach dem Vorbild Tübingens mit Testungen gewisse Bereiche öffnen zu können.

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Es gebe den Sehnsuchtsort Küste, so der Vorsitzenden des Dehoga-Verbands aus Cuxhaven. Gäste würden so oder so kommen, das „to go"-Geschäft wahrscheinlich gut frequentiert sein.

Der Weg raus aus der Krise sei laut seiner Meinung ganz klar: „Impfen, Impfen, Impfen". (mit dpa)