Nordsee-Urlaubsort hat ein Riesen-Problem mit seinen Ferienwohnungen

Blick auf Husum an der Nordsee.
Blick auf Husum an der Nordsee.
Foto: imago images / Westend61

Für einen beliebten Urlaubsort an der Nordsee ist ein aktuelles Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ein Schlag ins Gesicht. Denn es betrifft den Tourismus – und der ist ein wichtiges Standbein in der Hafenstadt.

Durch das Urteil wurde eine wichtige, rechtliche Grundlage für den Innenstadtbereich entzogen. In Husum an der Nordsee sind künftig keine Ferienwohnungen in Wohn- und Mischgebieten mehr zulässig. Das ist problematisch, denn: Es gibt hier bereits entsprechende Ferienwohnungen. Darüber berichten die „Husumer Nachrichten“.

Nordsee: Ferienwohnungen in Plänen nicht vorgesehen

„Die graue Stadt am Meer“ hatte 2019 eine Erhaltungssatzung erlassen, die ein ausgewogenes Verhältnis von touristischem Wohnraum und Dauerwohnraum steuern sollte. Laut Bauaufsicht sei dieser Erhaltungssatzung durch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aber die Zulässigkeit abhanden gekommen.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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„Denn in fast allen Bebauungsplänen sind keine Ferienwohnungen vorgesehen. Und damit sind sie auch gar nicht genehmigungsfähig“, sagte Magdalena Müller von der Bauaufsicht laut „Husumer Nachrichten“.

Die Stadt müsse sich laut des Berichts nun klar werden, wo sie Ferienwohnungen aktiv zulassen möchte. Dann könnten Instrumente wie eine Änderung, Neufassung oder Aufhebung der Bebauungspläne oder die Aufstellung von Erhaltungssatzungen zum Einsatz kommen.

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Nordsee: Bestand ist nicht klar

Das Problem in der Nordsee-Stadt: Laut Magdalena Müller gebe es überhaupt keine genauen Daten über den Bestand von angemeldeten und nicht-angemeldeten Ferienwohnungen.

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Husum hatte zwar 2019 eine Meldepflicht für Ferienwohnungen mit Frist bis Ende 2020 eingeführt. Laut „Husumer Nachrichten“ hätte das aber nicht die erhofften Ergebnisse gebracht, obwohl die Stadt darauf verwiesen hatte, dass bestehende, aber nicht genehmigte Ferienwohnungen bis zu ihrem Verkauf seitens der Stadt geduldet würden.

Husum will Ferienwohnungen in der Innenstadt grundsätzlich erhalten. Deswegen wolle man jetzt an neuen Regelungen arbeiten.

Nordsee: B-Pläne sofort geändert

Für die Bereiche „Bredstedter Straße“, „Ostenfelder Straße/Mauweg“ und „Siedlung Hockensbüll“ wurden laut des Berichts bereits die B-Pläne geändert, um die Unzulässigkeit von Ferienwohnungen in diesen Gebieten deutlich zu machen.

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Schönere Nachrichten gab es aus Husum vor ein paar Tagen zu einem der bedeutendsten Events in der Stadt. Mehr dazu kannst du >>> hier lesen. Welcher Urlaubsort in Schleswig-Holstein in den Ferien aktuell besonders gefragt ist, erfährst du >>> hier. (rg)

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