Ostfriesland: Üble Gerüchte über toten Jungen – was Menschen über dieses Kind verbreiten, ist unfassbar

Im Fall eines toten Jungen aus Ostfriesland zeigt sich leider mal wieder, zu was Menschen fähig sind (Symbolbild)
Im Fall eines toten Jungen aus Ostfriesland zeigt sich leider mal wieder, zu was Menschen fähig sind (Symbolbild)
Foto: imago images/Westend61

Aurich. Eine unfassbare Falschmeldung über ein Kind aus Ostfriesland machte in den vergangenen Tagen in sozialen Medien die Runde und kommt vielen Corona-Leugnern offenbar sehr gelegen.

Es geht um den Tod eines 13-jährigen Jungen namens Melvin, der am 22. September verstorben ist. Ein Bestattungsunternehmen aus Ostfriesland hat für ihn eine Erinnerungsseite online gestellt.

Ostfriesland: Falschmeldungen über Tod

Und dort will das Unternehmen etwas deutlich machen: „In letzter Zeit wurden viele Falschmeldungen bezüglich Melvins Tod in den sozialen Medien verbreitet“, heißt es von „Buss Bestattungen“.

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Denn es ist eine Nachricht im Umlauf, die vielfach geteilt wird und in der es heißt, dass Melvin durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gestorben sei. Angeblich soll er in einem Bus kollabiert sein.

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Das ist Ostfriesland:

  • Region im äußersten Nordwesten von Deutschland
  • Sie besteht aus den Landkreisen Aurich, Leer und Wittmund sowie der kreisfreien Stadt Emden
  • Etwa 467.289 Menschen leben hier (Stand: Dezember 2019)
  • Beliebte Urlaubsziele sind die friesischen Inseln und das Wattenmeer

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Bestattungsunternehmen aus Ostfriesland widerspricht

Vom Bestattungsunternehmen Buss heißt es, dass das ausdrücklich nicht stimmt: „Melvin hatte bei seinem Zusammenbruch keinen Mund-Nasen-Schutz getragen. Auch hat sich dies nicht wie häufig beschrieben in einem Bus zugetragen. Der Tod von Melvin hat rein gar nichts mit dem Coronavirus zu tun.“

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Man möchte alle bitten, aus Respekt gegenüber der Familie, keine Falschmeldungen zu verbreiten.

Ostfriesland: Staatsanwaltschaft äußert sich

„Das, was bei Facebook kursiert, ist schlichtweg falsch“, sagt auch der Sprecher der Staatsanwaltschaft Aurich, Jan Wilken, auf Anfrage von MOIN.DE. Der Junge sei nicht im Bus, nicht in der Schule und auch nicht wegen eines Mund-Nasen-Schutzes oder irgendetwas im Zusammenhang mit Corona gestorben.

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Man wisse die genaue Ursache, aus Rücksicht vor den Angehörigen würden dazu aber keine Angaben gemacht.

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Da es unnatürlich sei, wenn ein 13-Jähriger stirbt, sei es üblich, das ein solcher Fall bei der Staatsanwaltschaft lande, sagt Jan Wilken. „Der Fall gilt hier aber mittlerweile als erledigt, weil der Tod nicht auf ein Fremdverschulden zurückzuführen war.“ (rg)

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