Ostsee: Zwei Angler sind weit vor der Küste in Lebensgefahr – ER wird zum Helden

Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) fahren zu zwei Schiffbrüchigen (Symbolbild).
Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) fahren zu zwei Schiffbrüchigen (Symbolbild).
Foto: picture alliance/dpa/Die Seenotretter – DGzRS | -

Einsatz vor der Ostsee-Küste.

Am Dienstag wurde die Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zu einem Rettungseinsatz in der Ostsee alarmiert.

Ostsee: Zwei Männer sind gekentert, dann eilt ER ihnen zu Hilfe

Zwei Männer waren rund 54 Kilometer nördlich von Rügen aus ungeklärter Ursache mit ihrem sechs Meter langen Angelboot gekentert, wie die Seenotretter mitteilen.

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Ein Skipper bemerkte die beiden Angler, wie sie bei vier Grad Celsius im kalten Wasser rumtrieben und holte sie auf seinem Motorboot. Er versorgte sie mit Decken und warmen Tee. Mindestens einer der beiden Schiffbrüchigen zeigte laut des Skippers jedoch Anzeichen einer Unterkühlung.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Ostsee: Angler zeigte Anzeichen von Unterkühlung

Umgehend leiteten die Wachleiter der Seenotleitung Bremen Schritte für die medizinische Versorgung der Männer und ihren Transport an Land ein. Sie alarmierten den in Sassnitz stationierten Seenotrettungskreuzer „Harro Koebke“ sowie einen Rettungshubschrauber.

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Zudem wurde das in der Nähe fahrende Fischereischutzschiff „Seeadler“ der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in den Einsatz aufgenommen.

Ostsee: Männer werden ein Krankenhaus geflogen

Gegen 11.40 Uhr traf der Rettungshubschrauber am Unfallort ein und setzte einen Notfallsanitäter per Seilwinde (sogenanntes „Winsch-Verfahren“) auf dem Motorboot mit den beiden Schiffbrüchigen ab, heißt es von den Seenotrettern. Vor Ort wurde entschieden, die unterkühlten Männer in ein Krankenhaus auszufliegen.

Da das havarierte Boot nicht vollständig untergegangen war, sondern ein Teil weiter an der Oberfläche trieb, sicherte das Fischereischutzschiff „Seeadler“ das Wrack. Die umliegenden Verkehrszentralen wurden über das Schifffahrtshindernis in Kenntnis gesetzt. (oa)