Ostsee: Unglaublich niedrige Infektionszahlen! Jungpolitiker will jetzt ausgerechnet DAS

Ein Ort an der Ostsee darf aktuell ziemlich stolz auf sich sein, weil die Infektionszahlen sehr niedrig sind. Jetzt werden Lockerungen gefordert.
Ein Ort an der Ostsee darf aktuell ziemlich stolz auf sich sein, weil die Infektionszahlen sehr niedrig sind. Jetzt werden Lockerungen gefordert.
Foto: imago images / Hans Blossey

Rostock an der Ostsee hat geschafft, was viele versäumten. Ein vorausschauender Bürgermeister und eine umsichtige Bevölkerung machten es möglich, dass der Stadkreis die niedrigsten Infektionszahlen in ganz Deutschland aufweist.

Rostock hat nämlich einen ziemlich geringen Inzidenzwert, also Infektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Dort an der Ostsee läuft noch fast alles reibungslos (MOIN.DE berichtete).

+++ Corona-Regeln an Silvester 2020: Diese Verbote gelten im Norden +++

Ostsee: Ministerpräsidentin Schwesig rechnet mit Lockdown-Verlängerung

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig rechnet indes mit einer Verlängerung des Lockdowns ab dem 11. Januar. Es soll mehr Freiheiten für Wirtschaft und Schulen erst geben, wenn der Inzidenzwert dauerhaft unter 50 fällt.

+++ Usedom: Frau berichtet über FKK-Erlebnis – plötzlich eskaliert es +++

---------------

Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das zweitgrößte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

---------------

„Es ist leider damit zu rechnen, dass wir die bestehenden Corona-Schutzmaßnahmen sehr weitgehend verlängern müssen“, erklärt Manuela Schwesig.

Ostsee: „Lockerungen wären dort nicht unangemessen“

Die Ministerpräsidentin setzt zwar große Hoffnungen in den Impfstoff, aber warnt vor Leichtigkeit. „Wir brauchen weiter strenge Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus“, so Schwesig in der „Ostsee-Zeitung“. „Das wichtigste Instrument sind die Kontaktbeschränkungen.“

Auf Twitter fordert Moritz Harrer, Mitglied im Landesvorstand der FDP Mecklenburg-Vorpommern, aber schon jetzt Lockerungen.

„In Rostock sind die Infektionszahlen konstant niedrig. Die Inzidenz liegt bei 26,8. Lockerungen wären dort nicht unangemessen“, schreibt der Jungpolitiker.

Allerdings: im umliegenden Landkreis Rostock beträgt der Inzidenzwert am Dienstag laut RKI 53,3 – dieser ist also Risikogebiet.

+++ MV: Aussage von Friedrich Merz haut junge Politikerinnen um! „Jetzt sind Sie sprachlos“ +++

---------------

Das ist Moritz Harrer:

  • 25 Jahre alt und FDP-Mitglied
  • hat an der Universität in Greifswald seinen Bachelor in Öffentlichem Recht und Politikwissenschaft abgeschlossen
  • langjähriger Vorsitzender der Jungen Liberalen im Landkreis Vorpommern-Greifswald
  • engagiert sich schon seit einiger Zeit für Greifswald und die Region
  • ist Spitzenkandidat der Julis zur Kommunalwahl

---------------

Ostsee: Warnung vor Pleiten

Eine Verlängerung des Lockdowns sei angesichts der Infektionslage „zu befürchten“, meint Sven Müller, Vereinigung der Unternehmensverbände MV, zur „Ostsee-Zeitung“.

Er warnt aber vor voreiligen Schlüssen: „Erst Anfang Januar werden wir wissen, ob die beschlossenen Maßnahmen auch wirklich gegriffen haben.“ Man habe „große Sorgen, dass eine Vielzahl kleinerer Betriebe den Januar ohne Umsatz nicht überstehen wird.“

-------------------------------

Mehr News von der Ostsee:

--------------------------------

Am Dienstag gab es in MV 113 Neuinfektionen, der Inzidenzwert stieg leicht auf 77,2. Allerdings gab es über die Feiertage deutlich weniger Corona-Tests als sonst in der Woche. „Der Schein trügt“, erklärte Schwesig in der „Bild“. (oa)