Ostsee hat ein großes Problem – deswegen gibt es jetzt diese Forderung

Ein Kutter fährt kurz nach Sonnenaufgang vom Hafen auf der Ostseeinsel Hiddensee auf die Ostsee.
Ein Kutter fährt kurz nach Sonnenaufgang vom Hafen auf der Ostseeinsel Hiddensee auf die Ostsee.
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Büttner

Die Ostsee hat ein großes Problem, das Hunderte Tiere im im Jahr das Leben kostet: Stellnetze.

Deswegen appellierten Wal- und Delfinschützer an Julia Klöckner (CDU), die Stellnetzfischerei in der Ostsee zu verbieten. Nach Angaben der Schutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) haben 115 Wissenschaftler aus zahlreichen Ländern einen entsprechenden Brief an die Landwirtschaftsministerin gerichtet.

Ostsee: SIE sterben qualvoll

Jedes Jahr fielen Hunderte Schweinswale Stellnetzen zum Opfer, die immer noch überall ausgebracht werden dürften, teilte die WDC am Montag mit. Wie qualvoll die Tiere sterben würden, erläuterte die Organisation bereits mehrfach in der Vergangenheit (>>hier mehr dazu).

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Die kleine Population von rund 500 Tieren in der Ostsee unterscheide sich genetisch von allen anderen Schweinswalen, erläuterte WDC-Meeresbiologe Fabian Ritter.

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„Das Aussterben der Population in der Ostsee wäre ein großer Verlust. Und die Tatsache, dass Deutschland zu wenig dagegen tut, ist ein Verstoß gegen geltendes Naturschutzrecht in Deutschland sowie der EU.“

Unterstützung aus dem Bundestag für die Tierschützer an der Ostsee

Die Bundestagsabgeordnete Steffi Lemke (Grüne) forderte die Bundesregierung auf, die von Wissenschaft und EU-Kommission geforderten Notfallmaßnahmen für den Schweinswal endlich umzusetzen.

„Seit der Ausweisung der Meeresschutzgebiete im Jahr 2004 ist fast nichts passiert“, kritisierte die Abgeordnete nach einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage.

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Es gebe kein deutsches Meeresschutzgebiet, in dem Berufsfischerei vollkommen ausgeschlossen sei. Das notwendige Verfahren dazu sei nach 17 Jahren noch nicht einmal eröffnet, kritisierte Lemke. (dpa/mk)