Ostsee: Verantwortungsloses Verhalten – obwohl HIER die neue Corona-Mutation entdeckt wurde

Blick auf Flensburg an der Ostsee.
Blick auf Flensburg an der Ostsee.
Foto: imago stock&people

Sorge in der Stadt Flensburg an der Ostsee. Dort wurde nun die hochansteckende Mutation des Corona-Virus nachgewiesen.

Nach Angaben eines Sprechers der Stadt trat ein Teil der Fälle in der Belegschaft eines Betriebes unter Leiharbeitern auf. Es gebe aber auch unabhängig davon einige Fälle in der Ostsee-Stadt im Norden Schleswig-Holsteins.

Ostsee: Inzidenzwert vorerst wieder gesunken

Die sich rasant in Großbritannien ausbreitende Variante ist Experten zufolge nicht nur leichter übertragbar, sondern möglicherweise auch tödlicher als die bislang vorherrschende. Sie ist bereits in diversen Ländern, darunter auch Dänemark, nachgewiesen worden.

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Der Inzidenzwert in Flensburg näherte sich zuletzt der 200er-Marke. Ab diesem Wert gilt ein Land- oder Stadtkreis als Hochrisikogebiet. In Schleswig-Holstein wies nur der Kreis Pinneberg eine höhere Inzidenz auf. Dort wurden 30 Prozent der Fälle auf Ausbrüche in Pflegeheimen zurückgeführt.

Am Dienstag zeigte sich wieder ein deutlich entspannteres Bild in Flensburg: Laut Angaben der Stadt sank der Wert auf 167 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Auch im Kreis Pinneberg sah es laut RKI mit 183,2 Anfang der Woche wieder ein wenig besser aus.

Ostsee: Flensburg aktualisiert Allgemeinverfügung

Flensburg aktualisierte derweil seine Allgemeinverfügung und führte am Montag eine Maskenpflicht von 6 bis 24 Uhr an vielen Orten in der Innenstadt und im Hafenbereich oder an den Stränden ein. Aber auch im nördlichen Mürwik müssen im Stadtteilzentrum jetzt Masken in bestimmten Bereichen getragen werden. Das Ganze gilt bis zum 14. Februar.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das zweitgrößte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Die Stadt begründet die neuen Maßnahmen in ihrer Verfügung so: „Die Aktuelle Lage ist dadurch gekennzeichnet, dass in allen Bundesländern trotz der seit Dezember/Januar verschärften Kontaktbeschränkungen kein signfikanter Rückgang der Infektionszahlen in der Bevölkerung zu beobachten ist und angesichts der Vielzahl der Fälle Infektionsketten nicht mehr eindeutig nachzuvollziehen sind."

Klar dürfte aber auch sein, dass es insbesondere darum geht, keine Ausbreitung der hochansteckenden Mutation zuzulassen. In der Politik und unter einigen Virologen herrscht eine riesige Angst davor, dass die Zahlen in Deutschland ähnlich explodieren könnten wie in Großbritannien und Irland, wo die Mutation sich stark verbreitet hat. Fast täglich wird hierzulande davor gewarnt und düstere Szenarien aufgezeigt.

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Neue Regeln an der Ostsee noch nicht verinnerlicht

Das „Flensburger Tageblatt" machte am Montag einen Test an der Ostsee, wie viele Menschen sich an die neue Masken-Regel halten und kam zu einem erschreckenden Ergebnis: so gut wie niemand. Ob am Ostseebad oder am Strand von Solitüde, Maskenträger gab es nur sehr wenige. Menschen gaben an, sie hätten nichts von der Regel gewusst oder würden ja genug Abstand halten.

In den Einkaufsstraßen, wo es weniger Ausflügler gibt, waren es mit etwa 50 Prozent hingegen deutlich mehr Masken-Träger. Hinzu kamen viele Menschen, die den Schutz zwar anhatten, aber unterm Kinn baumeln ließen, heißt es vom „Flensburger Tageblatt". Laut des Berichts sollen die Kontrollen bald verschärft werden.

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Bürgermeisterin Simone Lange appellierte aufgrund der Situation um die Virus-Mutation in einer Botschaft nochmals an die Bevölkerung, sich dringend an die Regeln zu halten und sich regelmäßig über die aktuelle Situation zu informieren.

Ostsee Flensburg Infektionszahlen

(rg mit dpa)