Ostsee: Forscher machen beunruhigende Entdeckung – sie erinnert an ein düsteres Kapitel

In der Ostsee haben Forscher einen erstaunlichen Fund gemacht (Symbolbild).
In der Ostsee haben Forscher einen erstaunlichen Fund gemacht (Symbolbild).
Foto: imago images/penofoto

An den Stränden von Rügen und der Ostsee lässt sich so mancher kleiner Schatz finden. Besonders begehrt sind dabei die Schmucksteine aus fossilem Harz: Bernstein. Ein Mann an der Ostsee hat davon ein ganzes Haus voll (MOIN.DE berichtet).

Nun haben Forscher in der Ostsee etwas entdeckt, auf das man sicherlich verzichten könnte: Uran.

Ostsee: Physiker wundern sich über Uran-Gehalt

Wiener Physikern gelang der Nachweis. Die exakte Herkunft ist aber bislang noch unbekannt. Man nimmt an, dass das Uran aus Kernforschungsanlagen oder entsorgten Kernreaktoren in der Ostsee stammen könne, wie die „Austria Presse Agentur“ berichtet.

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Der Fund wurde mit einer neuartigen Methode erreicht. Dabei wurden neben Spuren aus Kernwaffentests auch das von Menschen produzierte (anthropogenes) Uran nachgewiesen.

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Obwohl die beiden Isotope strahlenmedizinisch unbedenklich sind, warnen Forschen: „Sie könnten aber auf nicht deklarierte Freisetzungen von Kernbrennstoffen mit anderen, gefährlichen Isotopen hinweisen“, verraten die Experten im Interview mit der „APA“.

Ostsee: Uran kommt womöglich von der Entsorgung von Kernreaktoren

Bei den Forschungsarbeiten zeigte sich dass man in der Ostsee einen „deutlich höheren Anteil“ an Uran-236 gefunden habe, als das was zu erwarten gewesen wäre.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das zweitgrößte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Aus dem Verhältnis könne man schließen, dass es sich dabei um Material handelt, das in Reaktoren erzeugt wurde.

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Über die mögliche Herkunft diskutieren die Wissenschaftler im Fachjournal „Nature Communications“ genauer. (pag)