Ostsee: Frau will trotz Beherbergungsverbots verreisen und schummelt mit dieser abwegigen Ausrede

Ferienhäuser an der Ostsee stehen hoch im Kurs (Symbolbild)
Ferienhäuser an der Ostsee stehen hoch im Kurs (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Shotshop

Wegen der Einschränkung zur Eindämmung des Coronavirus sind touristische Reisen an die Nord- und Ostsee derzeit verboten.

Und trotzdem versuchen viele Menschen doch noch irgendwie eine Ferienwohnung oder ein Hotelzimmer an der Ostsee zu ergattern. Dabei schicken sie die absurdesten Buchungsanfragen. So auch eine Frau, die es mit einer verrückten Ausrede versuchte.

Ostsee: Menschen wollen unbedingt verreisen

Ute Rentmeister aus Born auf Fischland-Darß-Zingst erreichen seit Jahresbeginn immer mehr Anfragen aus ganz Deutschland, die aus beruflichen Gründen für ein Wochenende auf der Halbinsel Urlaub machen wollen.

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Da geschäftliche Reisen erlaubt sind, möchte so mancher dieses „Schlupfloch“ ausnutzen, wie Rentmeister in der „Ostsee-Zeitung“ (Oz) erzählt.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Eine Frau wurde dabei besonders kreativ und stellte diese spannende Anfrage: „Mein Mann muss für die Bundesliga Transfergespräche führen.“ Doch die Vermieterin blieb skeptisch.

Ein anderes Pärchen versuchte es beispielsweise damit: „Zu Hause geht das einfach nicht.“ Sie wollten ihr verordnetes Homeoffice in ein Ferienhaus verlegen. Diese Begründung sei die eher „einfache“ Variante, sagt die Vermieterin.

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Ostsee: „Mann muss Bundesliga Transfergespräche führen“

Auch bei dieser Buchung musste Rentmeister schmunzeln, denn der Urlauber gab an, dass „ich nur Ihre Sauna mieten möchte, das Haus drumherum ist halt inklusive.“

Die Vermieterin bietet ihre Wohnungen vor allem über Agenturen an und fühlt sich dort gut betreut. Für sie sei es eine Herausforderung, immer wieder neue Verordnungen zu lesen und umzusetzen.

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Ostsee: Urlaub mit Kindern und Hund

Für berufliche Aufenthalte werden Belege gefordert. Doch sobald man danach fragt, kommt keine Antwort mehr, wie beispielsweise in Wieck und Zingst.

„Bei uns wurde eine Dienstreise für zwei Erwachsene und – weil die natürlich nicht allein zu Hause bleiben können – zwei Kinder gebucht. Ich habe um eine Begründung des Arbeitgebers gebeten, bisher aber noch keine Antwort“, erzählt eine Gastgeberin in der „Oz“.

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Die Buchung „drei Wochen Homeoffice mit Kindern und Hund“ hatte sie sofort abgelehnt und auch bei der „Buchrecherche“ hatte sie kein gutes Gefühl. „So eine Ablehnung tut auch uns weh, wir hätten die Gäste gern hier begrüßt, aber wir halten uns an die Regeln.“

Am Ende nehme sie die ganzen Anfragen aber dennoch mit Humor, wie Rentmeister erklärt: „Die Leute waren supernett, wir haben auch gelacht und der Einfallsreichtum der Interessenten hat uns schon beeindruckt und gerührt.“ (oa)