Ostsee: Gerade haben Rettungskräfte ein Drama auf dem Meer verhindert, da bekommen sie diese Nachricht...

Am späten Mittwochabend geriet eine Segelyacht vor Rügen in Not. Es war bereits der zweite Einsatz von Seenotrettern auf der Ostsee an diesem Tag.
Am späten Mittwochabend geriet eine Segelyacht vor Rügen in Not. Es war bereits der zweite Einsatz von Seenotrettern auf der Ostsee an diesem Tag.
Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Viel Arbeit für die Seenotretter auf der Ostsee! Gegen 17.15 Uhr am vergangenen Mittwoch ging ein schwer verständlicher Notruf per Funk bei der Seenotleitung Bremen ein. Der Skipper einer acht Meter langen Segelyacht meldete, dass er die Orientierung verloren habe.

Er befinde sich westlich der Fehmarnsundbrücke, könne aber keine genaueren Angaben zu seiner Position auf der Ostsee machen. Die Seenotretter machten sich auf den Weg. Der Einsatz sollte kompliziert werden.

Ostsee: Schwieriger Abend für die Seenotretter

Denn zu diesem Zeitpunkt wehte ein steifer Wind aus Nordwest mit gut sechs Beuafort, mit einem Wellengang bis zu zwei Metern. Was den Einsatz zudem erschwerte: Ein Starkregenschauer beeinträchtigte die Sicht der Retter. Aus diesem Grund unterstützte ein weiterer Seenotrettungskreuzer die Suche.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das zweitgrößte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Vor der Nordwestspitze von Fehmarn wurden die Einsatzkräfte schließlich fündig. Doch der Mann befand sich bereits in einer äußerst gefährlichen Situation: Auflandiger Wind brachte das Boot immer weiter Richtung an die Küste. Der Segler drohte, zu stranden.

Skipper auf der Ostsee ist gesundheitlich angeschlagen

Bei ruppiger See gelang es schließlich einem Retter, auf die Segelyacht überzusteigen. Er übernahm das Steuer für den gesundheitlich angeschlagenen Skipper und brachte die Yacht in Begleitung des Seenotrettungsbootes nach Heiligenhafen.

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Dort wurde der Segler dem Landrettungsdienst übergeben, der ihn in ein Krankenhaus zur weiteren Beobachtung brachte. Doch das sollte nicht der einzige Einsatz von Seenotrettern auf der Ostsee an diesem Tag bleiben.

Noch ein Notruf von der Ostsee

Gegen 21 Uhr meldete sich eine Frau per Telefon bei der Seenotleitung Bremen. Ihr Mann wollte allein von Ystad (Schweden) nach Rügen segeln, sei aber nicht wie geplant im Hafen eingetroffen. Eine durch die Sicherheits-App „SafeTrx“ automatisch generierte SMS habe sie darauf aufmerksam gemacht.

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Das ist die App „SafeTrx“:

  • „SafeTrx“ ist die kostenlose Smartphone-App der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)
  • Die App zeichnet die zurückgelegte Route eines Wassersportlers auf und sendet die Positionen laufend an die Seenotleitung
  • Der Routenplan-Modus ermöglicht außerdem die Eingabe einer voraussichtlichen Ankunftszeit an einem festzulegenden Zielhafen
  • Wird diese überschritten, ohne dass der Wassersportler die Zeit anpasst, wird automatisch eine SMS an einen privaten Notfallkontakt verschickt
  • Die Tracking-App schließt eine Lücke zwischen der professionellen Ausstattung an Bord großer und kleiner Boote

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Dank der App konnte die Seenotleitung schnell die aktuelle Position der Yacht ermitteln. Doch der Segler reagierte nicht auf Funkanrufe. Nach mehreren Versuchen konnten die Retter ihn schließlich erreichen. Er befand sich rund vier Seemeilen nördlich von Lohme auf Rügen und meldete Wassereinbruch.

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Ein Seenotrettungsboot der Station Glowe sowie ein Kreuzer mit Tochterboot der Station Sassnitz machten sich auf den Weg. Es wurden zwei weitere Schiffe hinzugezogen, die sich in der Nähe des Seglers befanden. Auch während diesem Einsatz herrschte Starkwind mit sechs bis sieben Beaufort und ruppige See mit Wellenhöhen von 1,50 Meter.

Retter unterstützen den Skipper auf der Ostsee

Dem Segler selbst gelang es in der Zwischenzeit, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu halten und das eindringende Wasser eigenhändig aus dem Boot zu befördern.

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Kurz vor dem Hafen stieg ein Retter trotz schwerem Seegang auf die Yacht über, um den Skipper zu unterstützen. In Begleitung der Seenotretter erreichte das Boot sicher den Hafen.

So konnten die Seenotretter trotz schwieriger Umstände an diesem Tag ein Drama gerade noch verhindern – und das gleich zweimal. (mk)