Ostsee: Spektakuläres Stück am Strand angespült – dann ist es plötzlich weg

Menschen meldeten den spektakulären Ostsee-Fund. Kurz darauf war er jedoch weg (Symbolbild).
Menschen meldeten den spektakulären Ostsee-Fund. Kurz darauf war er jedoch weg (Symbolbild).
Foto: IMAGO / penofoto

Annette Weidemann, die ehrenamtliche Bodendenkmalpflegerin vom Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern, hatte erst kürzlich am Strand der Ostsee bei Fischland-Darß-Zingst einen archäologischen Fund gemacht – eine Feuerstein-Pfeilspitze aus der Frühen Nordischen Bronzezeit (MOIN.DE berichtete).

Auch jetzt gab es wieder einen spektakulären Strand-Fund an der Ostsee – doch plötzlich ist von dem nicht mehr viel zu sehen. Annette Weidemann startete deswegen einen „dringenden Aufruf“.

Ostsee: Wrackteil gefunden

Und zwar sei ihr am Pfingstmontag der Fund eines Wrackteiles gemeldet worden, das am Ostsee-Ufer des Weststrandes in Darß angespült wurde. „Zwischen Mittelweg und Langseer Weg“, schreibt Annette Weidemann auf Facebook.

„Das Stück ist ca. einen Meter lang und aus Eiche. Der Melder hat es weiter hoch auf den Strand gezogen, damit es nicht gleich für jeden einsehbar ist.“

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So weit so gut, doch dort blieb das Stück nicht. „Scheinbar hat es ein Ehepaar mitgenommen, wahrscheinlich auf Fahrrädern. Es war nur noch eine Schleifspur zu sehen. Diese endete ein Stück vor der Düne“, so die Denkmalpflegerin.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Ostsee-Fund könnte Kulturerbe sein

Laut ihr sei ein Wrackfund keine Deko „für den heimischen Garten, sondern unser Kulturerbe. Was hier geschehen ist, ist im Extremfall Diebstahl von Allgemeingut, es sei denn die Finder melden den Fund noch beim Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege.“

Das Wrackteil müsse vermessen, bestimmt und konserviert werden. Annette Weidemann hofft jetzt, dass die Finder sich melden.

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So heißt es abschließend von ihr: „Wer etwas beobachtet hat, kann mich gern kontaktieren. Auch für die Mitnehmer stehe ich als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Möglicherweise wollte man den Fund eh beim Amt melden, jumne@mail.de.“

Das Ganze bleibe vertraulich, so Weidemann. (rg)